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Wirklichkeit als Legende - Malerei zwischen den Kriegen

Ort >

Museum Folkwang Essen

Datum >

23. November 2018 - 23. November 2018

BESCHREIBUNG

Das Museum Folkwang präsentiert im Herbst 2018 die große Ausstellung Unheimlich real – Italienische Malerei der 1920er Jahre und macht damit eine faszinierende künstlerische Strömung des 20. Jahrhunderts erstmals im deutschsprachigen Raum einem breiten Publikum zugänglich: den Realismo Magico (Magischer Realismus).

Dieser entwickelte sich parallel zur Neuen Sachlichkeit in Deutschland seit ca. 1916 in Italien und manifestierte sich bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs als ein neuer Stil. Sein örtliches Zentrum war Mailand, seine Hauptvertreter waren Felice Casorati, Giorgio de Chirico, Antonio Donghi, Carlo Carrà und Cagnaccio di San Pietro. 

Anlässlich der Ausstellung im Museum Folkwang widmet sich das Symposium Wirklichkeit als Legende Fragestellungen und Aspekten zum Realismo Magico, um den aktuellen Stand des wissenschaftlichen Diskurses vorzustellen und zu erweitern. Die Tagung knüpft an die wegweisende Forschung aus den 1980er und 1990er Jahren an, die den Magischen Realismus vornehmlich im Verhältnis zur deutschen Entwicklung des Verismus und der Neuen Sachlichkeit thematisierte.  In Vorträgen und Publikumsgesprächen stellen die eingeladenen Wissenschaftler_innen den neuesten Stand der  Forschung vor und überdenken die kunstgeschichtlichen Zuschreibungen aus der Perspektive der Gegenwart. 

Das Symposium widmet sich unter anderem Fragen der Begriffsbestimmung und Stilbezeichnung. Außerdem werden Aspekte einer politisch-historischen Verortung im Klima des Fascismo, zum magisch-realen Bild, seiner gattungsästhetischen Selbstreferentialität, seinem Agens und seiner Rezeption erörtert. Während der Realismo Magico zu Beginn des 2. Weltkriegs ausklang und im Anschluss zunächst an Beachtung verlor, nahm die Forschung seit den 1980er Jahren und anlässlich wichtiger Ausstellungen (u. a. im Centre Pompidou, Les Réalismes – entre Révolution et Réaction, 1980/81) wieder zu, meist jedoch im Windschatten der Neuen Sachlichkeit. Im Rahmen des Symposiums werden internationale Expert_innen die spezifischen stilimmanenten und geschichtlichen Entwicklungen untersuchen, die zum Magischen Realismus in Italien geführt haben und Fragen nach seiner Eigenständigkeit und seinen Besonderheiten stellen.

 

Sprecher_innen:
Jean Clair, Kunsthistoriker, Autor und Kurator, Paris
Dr. Robert Thomas Cozzolino, Minneapolis Institute of Art
Prof. Dr. Olaf Peters, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Prof. Dr. Elena Pontiggia, Accademia di Belle Arti di Brera
Prof. Dr. Michael Scheffel, Bergische Universität Wuppertal 
Dr. Paola Valenti, Università degli Studi di Genova

Konferenzsprache: deutsch/englisch/italienisch/französisch (mit Simultanübersetzung)
Teilnahme kostenfrei. Begrenzte Teilnehmerzahl.


Anmeldung bis 14. November 2018 unter: symposium@museum-folkwang.essen.de

Wirklichkeit als Legende - Malerei zwischen den Kriegen