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Skulpturen

Gespaltene Erde

Hamm

Künstler >

Paul Dierkes

Entstehungsjahr >

1957

Material >

Granit

Maße >

ø 280 cm

PROJEKTBESCHREIBUNG

Paul Dierkes (1907-1968): Gespaltene Erde. Skulptur, 1957, Granit, ø 280 cm, Hesslerstr. 53, vor dem Oberlandesgericht, Hamm.

Von weitem scheint es, als würde die monumentale Kugel schweben. Bei näherem Hinsehen erst fallen die vier Eisenklötze auf, welche die 22 Tonnen schwere Granitkugel mit einem Durchmesser von 280 cm stützen. Gespaltene Erde von Paul Dierkes befindet sich auf einer Grünfläche vor dem Oberlandesgericht in Hamm. Die rundförmige Skulptur hat eine grob behauene Oberflächenstruktur, welche von ellipsenförmigen Einkerbungen unterbrochen wird. Diese Schlitze, welche in unterschiedlichen Richtungen ausgeformt sind, weisen geradlinige Furchen an der Oberfläche auf. In fließenden Linien scheinen die tiefen Einschnitte den massiven Ball in Bewegung zu setzen. Die Erhöhung durch die Eisenklötze unterstützt den Aspekt dieser Dynamik. Andererseits strahlt die Skulptur durch ihre Massivität eine gewisse Ruhe aus. Schon früh wandte sich der Bildhauer Paul Dierkes vom Naturalismus ab und setzte sich mit den Themen Plastizität, Form und Bewegung auseinander. Von den Nationalsozialisten noch als entartet bezeichnet, wurde seine Kunst zu einer der wichtigsten in der Bildhauerei der Nachkriegszeit. In den fünfziger und sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts fertigte Dierkes viele Auftragsarbeiten an, hierzu gehört auch die Gespaltene Erde. Der Titel der Skulptur unterstützt die sichtbaren „Spaltungen“ des Steins und lässt auf die Verletzlichkeit der ursprünglich runden, geschlossenen Erde schließen. Der Standort am Oberlandesgericht könnte ein Zurechtrücken dieser vermeintlich zerstörten Einheit suggerieren.

Autorin: Nicole Trzeja

STANDORT

Oberlandesgericht
Hesslerstraße 53
59065 Hamm

 

BILDNACHWEIS

© VG BILD-KUNST, BONN 2014, Fotograf: Andreas Ren, kunstgebiet.ruhr

BESITZ

Im Besitz der Stadt Hamm.

LITERATUR

Herbert Wolfgang Keiser: Der Bildhauer Paul Dierkes. München 1977.

Landesmuseum Oldenburg [Hrsg.]: Paul Dierkes. Skulpturen in Holz und Stein. Oldenburg 1968.