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Landmarken

Das Echo des Poseidon

Duisburg

Entstehungsjahr >

2016

Material >

Bronze

Maße >

ca. 10 m inklusive Sockel

PROJEKTBESCHREIBUNG

Die 10 m hohe Skulptur „Echo des Poseidon“ von Markus Lüpertz ist seit 2016 auf der Duisburger Mercatorinsel installiert.

Rau und zerfurcht thront ein monumentaler Schädel auf einem nicht minder beeindruckenden Sockel. Der Gott des Meeres wacht mit intrinsischen Blick am Zusammenfluss von Rhein und Ruhr auf Duisburgs Mercatorinsel. „Echo des Poseidon“ nennt Markus Lüpertz seine für diesen Ort geschaffene urgewaltige Skulptur. Robust, archaisch und jedem Wetter trotzend scheint sie sämtliche Schlechtwetterlagen zu ertragen. Gewappnet für jegliche Veränderungen ist sie Skulptur gewordener Ausdruck der Region – einer Region, die von der Schließung der Zechen schwer gebeutelt ist und dennoch standhaft und zuversichtlich den Strukturwandel meistert.

Die Mercatorinsel selbst erzählt diese Geschichte. Lange Zeit lag sie brach und wurde im Kulturhauptstadtjahr 2010 wieder neu erschlossen. Aktuell sehen Städtebaupläne weitere Veränderungen vor, die gewerblich genutzte Flächen und Grünanlagen miteinander verbinden sollen. Als „idealen Ort“ mit „erstaunlicher Ruppigkeit“ hebt Lüpertz selbst die wesentlichen Merkmale der Insel hervor, die mit der Skulptur eine außergewöhnliche Symbiose eingehen.[1]

Entstanden ist „Echo des Poseidon“ anlässlich des 300. Duisburger Hafengeburtstages. Für den größten Binnenhafen Europas und typisch für Lüpertz Großskulpturen ist die Arbeit aus nicht weniger als 75 Einzelteilen verschweißt. Im Inneren stabilisieren Stahlträger die aus Bronze gefertigte Skulptur. Außen hat Lüpertz den Schädel in braunen, erdigen Tönen bemalt – scheinbar so als erhalte der Gott des Meeres seine elementare Kraft aus der Erde. Für Lüpertz skulpturales Werk ist die nachträgliches Bemalung ein genauso charakteristisches Merkmal wie der Themenkanon der Mythologie. Beides kann auch an der ebenfalls wie das „Echo des Poseidon“ sehr umstrittenen Großskulptur „Herkules“ auf dem Nordsternturm in Gelsenkirchen beobachtet werden. Fast geschwisterlich verbunden lebt der Herkules wie ein Echo im Poseidon nach: Denn Lüpertz verwendete für die Duisburger Arbeit die gleiche Gussform für den Kopf, jedoch mit leichten Veränderung in Bezug auf Ausdruck und Mimik.

Autorin: Ronja Friedrichs 

STANDORT

Speditionsinsel 4
47119 Duisburg

BILDNACHWEIS

© VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: kunstgebiet.ruhr

LITERATUR

Ausst.-Kat: Markus Lüpertz – Hauptwege und Nebenwege. Eine Retrospektive. Bilder und Skulpturen von 1963 bis 2009. Köln 2009.

Ausst-Kat: Markus Lüpertz. Malerei, Plastik, Zeichnung. Kunstmuseum Bonn. Köln 1993