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Kunst am Bau

ohne Titel

Essen

Künstler >

Thierry Boissel

Entstehungsjahr >

1999

Material >

keramische Schmelzfarben auf Glas

Maße >

370 x 160 x 3 cm

PROJEKTBESCHREIBUNG

Thierry Boissel (*1962): Ohne Titel, 1999, Fenster, 370 x 160 x 3 cm, keramische Schmelzfarben auf Glas, Polizeipräsidium, Essen.

Beim Betreten des Polizeipräsidiums in Essen findet sich der Besucher in einer hellen, lichtdurchfluteten Vorhalle wieder. Bunte Lichtkegel spiegeln sich an den weißen Wandflächen und füllen den Raum mit Farbigkeit. Verantwortlich für dieses Farbspiel ist ein Werk des Glaskünstlers Thierry Boissel. In Form eines Reliefs prägte er auf dem 370 cm hohen und 160 cm breiten Fenster den Essener Stadtplan mit Hilfe eines Schmelzverfahrens. Farbschichten in Gelb- und Rottönen umrahmen das sonst auf milchigem Grund befindliche Straßensystem und begrenzen so eine leinwandartige Fläche, deren Zentrum ein buntes hochrechteckiges Mosaik bildet. „Das Glasmosaik in der Mitte der Gestaltung stellt das Stadtzentrum Essen in digitalisierter Form dar.“ (Vgl. http://www.boissel.de/werke/essen/essen1.html)

1999 gestaltete er die Eingangshalle des Polizeipräsidiums mit einem Raumkonzept, das die „soziale Aufgabe“ der Polizei widerspiegeln soll. (Vgl. Link) Die Thematik des Stadtplans greift für Boissel die soziale Komponente der Polizei insofern auf, dass die Menschen einer Stadt und somit auch ihre Schicksale durch die Graphik des Plans miteinander verbunden sind. (Vgl. http://www.boissel.de/werke/essen/essen1.html) Über diesen kann die Polizei kommunizieren und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.

Der 1962 in Frankreich geborene Künstler arbeitet ausschließlich mit dem Material Glas. Dabei faszinieren ihn vor allem das Zusammenspiel von Raum und Licht sowie die Möglichkeiten, die Glas in diesem Kontext bietet. (Vgl. Künzel: http://www.boissel.de/Boissel_Kurzfassung.pdf)

In Essen verbindet er Licht und Raum nicht nur über die Farbreflexionen der Fenster, sondern ergänzt diese mit einem raumgreifenden Gestaltungskonzept. Die „Lichtfarben“ werden von bunten Säulen aufgegriffen und sollen zudem die Einmaligkeit der Raumsituation als Eingangssituation betonen. (Vgl. http://www.boissel.de/werke/essen/essen1.html) Die offene Raumgestaltung der Architektur, insbesondere durch die großen Gasflächen, lässt die Grenzen von Innen und Außen verschmelzen. Auch der Boden, bestehend aus bearbeitetem Asphalt, greift dieses Thema auf: Boissel holt die Straße ins Innere.

Autorin: Linda Klunk

STANDORT

Polizeipräsidium Essen
Büscherstr. 2-6
45131 Essen

Eine Besichtigung des Kunstwerks ist nur mit einer Anmeldung möglich.

BILDNACHWEIS

© Thierry Boissel, Fotograf: kunstgebiet.ruhr

BESITZ

Im Besitz der Stadt Essen.

LITERATUR

http://www.boissel.de/werke/essen/essen1.html
Künzel, Sven: Zeitgenössische Glasmalerei-Zu Werken von Thierry Boissel.

http://www.boissel.de/Boissel_Kurzfassung.pdf

LINKS

Homepage des Künstlers: www.boissel.de