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Installation

La Réserve Bergwerk Auguste Victoria/Blumenthal

Marl

Entstehungsjahr >

2001

Material >

Blechdosen

Maße >

o.M.

PROJEKTBESCHREIBUNG

Christian Boltanski (*1944): La Réserve Bergwerk Auguste Victoria/Blumenthal, 2002, Blechdosen, Abgangsbücher der Zeche Blumenthal/Recklinghausen, ca. 250 x 150 x 800 cm, Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl.

Im Jahr 2001/2002 fand im Skulpturenmuseum Glaskasten eine Ausstellung des französischen Künstlers Christian Boltanski statt, die sich ganz mit der Bergbausituation im nördlichen Ruhrgebiet beschäftigte. Im Jahr 2002 erwarb das Museum eine Installation des Künstlers, die aus dieser  Ausstellung hervorging und die heute in einem schmalen Raum im Untergeschoss des Museums eingebaut ist: Nach der Fusion der Bergwerke Auguste Victoria in Marl und der stillgelegten Zeche Blumenthal in Recklinghausen war das absehbare Ende des Bergbaus im Ruhrgebiet das Thema Boltanskis. Er baute ein Archiv aus Blechdosen an den Wänden des Raums mit den Namen von in Marl noch arbeitenden Bergleuten.

Gleichzeitig liest eine Frauenstimme die Namen aller 2001 noch aktiven Bergleute der Zeche vor. Das Bewusstsein des allmählichen Ausscheidens jedes einzelnen dieser Arbeiter ist da und deutet das Vergehen des Bergbaus an. In einer Vitrine liegen „Abgangsbücher“ der Zeche Blumenthal aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts: Alle Namen der in den Jahren 1909 bis 1914 und 1923 bis 1929 ausgeschiedenen Arbeiter – sei es aus Altersgründen, aus Gründen des Versterbens, der Krankheit oder eines Unfalls – sind in den Büchern festgehalten. Im schummrig-gelblichen Licht elektrischer Birnen ist die Atmosphäre rußig-dämmrig: Eine Installation, die fürwahr das Sterben des Bergbaus in sinnlich überzeugender Weise widergibt.

Autor: Uwe Rüth

STANDORT

Skulpturenmuseum Glaskasten Marl
Creiler Platz 1
45768 Marl

BILDNACHWEIS

© VG BILD-KUNST, BONN 2018, Fotograf: Andreas Ren

BESITZ

Im Besitz des Skulpturenmuseums Glaskasten, Marl.

LITERATUR

Katalog zur Ausstellung, Tageszeitung zur Ausstellung. Abb.: Fotografieren im Museum oder vom Museum.