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Skulpturen

Verteilung der Saat - Die Kollekte der Asche

Marl

Entstehungsjahr >

1997

Material >

Stahl

Maße >

H: 18 m, Ø 20 cm

PROJEKTBESCHREIBUNG

Jochen Gerz/Esther Shalev-Gerz: Verteilung der Saat – Die Kollekte der Asche, 1995, 3 Aluminiumplatten, je 40 x 40 cm, 2 Aluminiummasten, je Höhe = 1800 cm, Ø 20cm,  Mastfuß, 80 x 80 x 160 cm, Stahl, Skulpturenmuseum Glaskasten, Creiler Platz 1, Marl.

Im Mittelpunkt der Werke des Konzeptkünstlers Jochen Gerz, der 1940 in Berlin geboren wurde, steht „der Gegensatz von fixierender und manipulierender Sprache, Kunst und Kultur einerseits und fluktuierendem, authentischem ‚Leben‘ andererseits.“ (Martinez: Vgl. http://www.munzinger.de/document/16000000179) So verhält es sich auch bei der 1997 in Marl errichteten Skulptur Die Verteilung der Saat – Die Kollekte der Asche, die Gerz zusammen mit seiner Frau Esther Shalev-Gerz realisierte. Shalev-Gerz ist bekannt für ihre Untersuchungen bezüglich des Ursprungs demokratischer Strukturen, Bürgerschaft aber auch Raumplanung. Ihre Herangehensweise bei der Erstellung von Kunstwerken besticht durch partizipatorische Elemente und den aktiven Dialog mit beteiligten Bürgern. (Vgl. http://www.shalev-gerz.net/?page_id=78)

Auf einem ehemaligen Friedhofsgelände, das als öffentlicher Park heute zum Skulpturenmuseum Glaskasten Marl gehört, installierte das Künstlerpaar zwei 18 Meter hohe Stahlsäulen mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern. Am oberen Ende der Stahlsäulen wurde jeweils eine Plattform angebracht, von der eine wiederum mit einer rechteckigen Platte überdacht wird. Aufgrund ihrer großen Höhe ist das Säuleninnere vom Betrachter nicht einsehbar, jedoch zugänglich für jegliche Partikel, die sich in solcher Höhe in der Luft bewegen. Der Interpretationsspielraum, den diese Arbeit mit sich bringt, ist weit gefächert, jedoch gibt der Titel Assoziationen von Leben und Tod vor. Dabei kann die offene Stahlsäule als Repräsentant des Lebens verstanden werden, indem sie durch ihre Öffnung die lebensbringende Saat verteilen kann. Die überdachte Stahlsäule lässt aufgrund ihrer Geschlossenheit und in Anlehnung an den Titel Kollekte der Asche Assoziationen mit dem Tod zu. Gleichzeitig erinnert die Skulptur formal an Schornsteine eines Krematoriums und stellt damit einen Bezug zum Standort her. Die Skulptur ist die zweite dieser Art. Das Künstlerpaar errichtete bereits 1995 eine erste Fassung der Skulptur im Park der Vereinten Nationen in Genf. Diese Fassung wurde der UNO zu ihrem 50-Jährigen Bestehen von der Bundesrepublik Deutschland geschenkt. In diesem Zusammenhang findet die Vorstellung von Leben und Tod, Vergangenheit und Zukunft sowie Krieg und Frieden in dieser Skulptur ihre Versinnbildlichung.

Autorin: Linda Klunk

STANDORT

Skulpturenmuseum Glaskasten
Creiler Platz 1
45768 Marl

BILDNACHWEIS

© VG BILD-KUNST, BONN 2014, Fotograf: kunstgebiet.ruhr

BESITZ

Im Besitz der Stadt Marl.