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Skulpturen

Stahlplastik vom Springerplatz „Deux segments de droite, I‘un horizontal l’un l’autre vertikal

Bochum

Entstehungsjahr >

1979/80/12

Material >

Stahl

Maße >

500 x 30 x 30 cm

PROJEKTBESCHREIBUNG

François Morellet (1926-2016): Stahlplastik vom Springerplatz „Deux segments de droite, I‘un horizontal l’un l’autre vertikal“,1979/80, 2012, 500 x 30 x 30 cm, Stahl, Bochum.

„Die Kunst muss es dem Betrachter möglich machen, das (in ihr) zu entdecken, was er will, das heißt das, was er selbst einbringt. Kunstwerke sind wie Picknickplätze oder Weinschenken, wo man verzehrt, was man selbst mitgebracht hat.“ (François Morellet, 1971)

Zwei fünf Meter lange und 30 Zentimeter hohe orangerote Blechbalken, der eine auf dem Boden liegend, der andere in stehender Position an der Hauswand des Finanzamtes Süd installiert, beleben in ihrer Farbigkeit seit 2012 den Raum um das Schauspielhaus in Bochum. Ursprünglich stammt die zweiteilige Skulptur des Künstlers François Morellet jedoch aus den Jahren 1979/80 und wurde im Rahmen des ersten Bochumer Bildhauersymposiums am Springerplatz aufgestellt. Eine städtebauliche Umplanung bedingte nun den Umzug der Skulptur, der in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler geplant wurde. (Vgl. http://www.bochum.de/C125708500379A31/vwContentByKey/W28XTHKR688BOCMDE/nav/6Y8CFR912BOLD)

„Wie ein Tempomat“ (Morellet zit. nach: http://www.artibeau.de/1210.htm) funktioniert die Skulptur im lebendigen Stadtraum Bochums. Durch das Entlanggehen an dem liegenden Objekt, wird die Geschwindigkeit der Laufbewegung anhand des stehenden Objekts spürbar und kann vom Passanten bewusst wahrgenommen werden. (Vgl. http://www.artibeau.de/1210.htm) Morellets Skulptur deckt so die Geschwindigkeit der Stadt auf und regt den Vorbeilaufenden an, sich mit der Situation auseinanderzusetzen. Der Titel „Deux segments de droite, I‘un horizontal l’un l’autre vertikal“, „Zwei gerade Segmente, eines horizontal, eines vertikal“, sagt genau das aus, was das Kunstwerk ist. Diese Klarheit ist typisch für Morellets Werke. Seine Arbeit ist geprägt von einem Minimum an subjektiven Entscheidungen und handwerklichem Eingreifen, was sich in einer seriellen Herstellung und Einfachheit der Mittel ausdrückt. Er will damit bezwecken, dass sich seine „einfachen, durchsichtigen und absurden Systeme […] frei entfalten können.“ (François Morellet zit. nach Lemoine: 1986. S. 42.)

So wird der Betrachter im Werk des französischen Künstlers Morellet zum integralen Bestandteil.

Autorin: Linda Klunk

STANDORT

Finanzamt Süd
Königsallee 21
44789 Bochum

BILDNACHWEIS

© VG BILD-KUNST, BONN 2014, Fotograf: Andreas Ren

BESITZ

Im Besitz der Stadt Bochum.

LITERATUR

Zitat in: Ausstellungskatalog Paris 1971, S. 5.
Morellet, François zit. nach: Lemoine, Serge: Francois Morellet. Zürich 1986.
Link1: http://www.bochum.de/C125708500379A31/vwContentByKey/W28XTHKR688BOCMDE/nav/6Y8CFR912BOLD
Link2: http://www.artibeau.de/1210.htm