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Skulpturen

Passage

Dortmund

Entstehungsjahr >

1984/86

Material >

Corten-Stahl

Maße >

320 x 400 x 600 cm

PROJEKTBESCHREIBUNG

Wilfried Hagebölling (*1941): Passage, 1984/86, Corten-Stahl, 320 x 400 x 600 cm, Skulpturenpark des Museums am Ostwall, Dortmund.

Eckig und kantig, wie scharf gefaltetes Papier, steht das Kunstwerk Passage  im Rasen des Skulpturenparks am alten Standort des Museums am Ostwall. Rostrot und scheinbar mit Leichtigkeit geknickt, bilden die über drei Meter hohen Stahlwände einen schmalen angewinkelten Kanal: Hineingehen mag man nicht, denn zu eng und zu unberechenbar neigen sich die Vertikalen nach innen. Ein plötzlicher Knick am Ende des langen Tunnels verschluckt das Licht und die Perspektive auf das Dahinterliegende. Die begehbare Stahlplastik von Wilfried Hagebölling lädt zum Umwandern ein, sie schafft durch ihre Unberechenbarkeit, die spitzen Winkeln und scharfen Kanten einen Abstand zwischen zum Betrachter. Zugleich erweckt sie Neugierde: Man will sie in Gänze erfassen und scheitert am nicht einzuordnenden Gesamteindruck. Beinahe fragil verschieben sich die Seiten, sie verkeilen sich ineinander ohne sich zu berühren. Sehgewohnheiten werden gebrochen – Starres wirkt zerbrechlich – ein Spiel mit dem Moment des Widersprüchlichen ergibt sich. Eben diese Brechungen und Verschiebungen von Winkeln sind zentrales Thema in den architekturbezogenen Plastiken von Hagebölling. Er löst das allgemeine Verständnis von rechtwinkligen Gebäuden, Rahmen und Räumen auf und verschiebt die Auffassung von architektonischen Konventionen. Wilfried Hagebölling schafft einen autonomen Raum auf dem Grün, vermutlich ohne konkreten Außenweltbezug, ohne Nutzen. Wofür dieser Raum steht, bleibt offen, vermeintlich bietet er Schutz, offensichtlich wirkt er bedrohlich.

Der in Berlin geborene und in Paderborn lebende Stahlbildhauer kommuniziert in den öffentlichen Raum hinein. Hierbei nutzt er dort vorgefundene Mittel und Formensprachen – Geraden und geometrische Körper – und stellt neue Zusammenhänge her. Indem er Formen und Körper mit der schlichten und kühlen Materialität des Corten-Stahls neu konstruiert, schafft er neue Perspektiven und hinterfragt zugleich die Grenzen zweischen Skulptur und Architektur.

Autorin: Sarah Hübscher

STANDORT

Museum am Ostwall
Ostwall 7
44135 Dortmund

BILDNACHWEIS

© Wilfried Hagebölling, Foto: Galerie Monika Hoffmann

BESITZ

Im Besitz der Stadt Dortmund.

ZUSTAND

Homepage des Künstlers: www.wilfriedhageboelling.de

LITERATUR

Ausst.-Kat. Wilfried Hagebölling. Skulpturen und Zeichnungen. Mit Texten von Manfred Schneckenburger, Alexander von Knorre. Daniel-Pöppelmann-Haus, Herford / Museum am Ostwall Dortmund / Emschertal-Museum, Herne / Stadtmuseum Beckum / Stadtmuseum Oldenburg. Dortmund 1993.
Wilfried Hagebölling, Städtische Galerie Am Abdinghof, Paderborn 2011. Unter anderem mit Texten von Jan Hoet, Manfred Schneckenburger und Friedrich Meschede.