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Skulpturen

Glückauf. Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet

Herne

Künstler >

Silke Wagner

Entstehungsjahr >

2010

Material >

Mosaik

Maße >

9,3 x 66 m

PROJEKTBESCHREIBUNG

Silke Wagner (geb. 1968): Glückauf. Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet, 2010, 9,3 x 66 m, Mosaik, Faulturm einer ehemaligen Kläranlage zwischen Rhein-Herne-Kanal und Emscher, Herne.

Auf einer ehemaligen Kläranlage in Herne befindet sich ein Faulturm aus Zeit der aktiven Nutzung der Kläranlage. Im Zuge des Kulturhauptstadt-Projekts EMSCHERKUNST.2010 entwickelte die Künstlerin Silke Wagner hier ein Denkmal für die Geschichte der Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet. Sie gestaltete den zylindrischen Mittelteil des stillgelegten eiförmigen Faulturms außen mit einem 600 Quadratmeter großen Mosaik, das bedeutende historische Szenen des Bergbaus der Emscherregion zeigt. Angefangen mit dem Bergarbeiterstreik von 1889 handelt Wagner politische und soziale Wendepunkte des Bergbaus ab, die schließlich mit der politischen Entscheidung zur Einstellung der Steinkohlesubventionierung aus dem Jahr 2007 enden.

Die Werke der 1968 in Göppingen geborenen Künstlerin Silke Wagner sind sowohl auf formaler als auch auf thematischer Ebene differenziert. Ihr gemeinsamer Nenner ist das konzeptionelle Arbeiten in und mit der Öffentlichkeit. „Wagners Arbeiten erschließen einen neuen Bereich jenseits der angestammten künstlerischen Medien und Aktionsfelder, sie schaffen Angebote für Kommunikation und Interaktion und schließen die Kunst an gesellschaftliche Entwicklungen an.“ (http://www.art-magazin.de/kunst/6191/radar_marius_babias)

Dabei thematisiert sie stets politische, soziale, ökonomische und gesellschaftliche Missstände und fordert und fördert mit ihren provokanten Projekten Kommunikation und Umdenken.

Mit ihrem Projekt Glückauf. Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet in Herne versucht Wagner historische, politische und ökonomische Missstände des Bergbaus der Vergangenheit heute bewusst zu machen, um damit aktuelle Missstände zu verdeutlichen. Denn, so sagt sie selbst, „die mit den Bergarbeiterstreiks einhergehenden Solidarisierungs- und Politisierungsprozesse waren ausschlaggebend für eine sich herausbildende Arbeiterbewegung und Arbeiterkultur, die für die Demokratisierung Deutschlands im frühen 20. Jahrhundert eine entscheidende Rolle gespielt hat.“(Wagner zitiert nach: http://www.emscherkunst.de/index.php?id=498)

Durch das Gebäude des Faulturms, dessen Aufgabe die kontrollierte Verarbeitung von explosiven Klärgasen war, rückt Silke Wagner ihre Kunst in einen unerwartet unästhetischen Kontext und macht gleichzeitig darauf aufmerksam: „Hier ist was faul!“

Autorin: Linda Klunk

STANDORT

Faulturm der ehemaligen Kläranlage
Bahnhofstraße 295a
44629 Herne

BILDNACHWEIS

© VG BILD-KUNST, BONN 2014, Fotograf: kunstgebiet.ruhr

BESITZ

Im Besitz der Emschergenossenschaft.