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Skulpturen

Cerchio spezzato No. 5

Dortmund

Künstler >

Giuseppe Spagnulo

Entstehungsjahr >

1971

Material >

Eisen, schwarzer Lack

Maße >

270 x 250 x 150 cm

PROJEKTBESCHREIBUNG

Giuseppe Spagnulo (1936-2016): Cerchio spezzato No. 5, 1971, Eisen, schwarzer Lack, 270 x 250 x 150 cm, Ostwall-Museum, Dortmund.

Schwarz, massiv und überdimensioniert besetzt die Arbeit Cerchio spezzato No. 5 den öffentlichen Raum. Unbeweglich und kein bisschen fragil prägt der unförmige Körper sein städtisches Umfeld. Der Name gibt vor, was zu sehen ist: Ein zerbrochener Ring. Die über zwei Meter hohe und breite, ungesockelte Bodenskulptur regt zum Nachdenken an: Wie kann ein so massiver Eisenring zerbrechen? Welche Formen physischer Gewalt müssen hier gewirkt haben?

Giuseppe Spagnulo thematisiert in seiner Arbeit materielle und physische Eingriffe, er lotet die Grenzen des Materials und der Form aus, erforscht die statischen Möglichkeiten. Mehr noch: Der politische Künstler möchte Aufmerksamkeit erregen, irritieren und Veränderungen anstoßen. Für ihn ist die Bildhauerei ein „Vehikel politischer Kommunikation“ (Ausst.-Kat. Hamburg/Duisburg, 1985, S. 17.) Den Ausdruck für sein Anliegen findet er in der Materialität des Eisens. Das Eisen als Werkstoff verdeutlicht für Spagnulo die Ausmaße von Skulptur, sowohl materiell als auch ideell. „Ich machte Stücke in großen Dimensionen, die auf der Straße aufgestellt wurden; sie wollten nicht verschönern, und sie dienten auch nicht dazu, mit diesem Raum, der mich überhaupt nicht interessierte, in Beziehung zu treten. Ich wollte lediglich eine Art Aufschrei schaffen, der genau den Sinn hatte wie die Ereignisse von 1968, die im Grunde uns alle gleichermaßen gepackt hatten.“ (Katalog Hamburg/Duisburg, 1985, S. 17.) Im künstlerischen Werk Giuseppe Spagnulos geht es nicht um reine Formensprache oder um das Aufzeigen von räumlichen oder körperlichen Grenzräumen noch um einen Beitrag zur Diskussion um das Verhältnis von Skulptur und Architektur. Sein Anliegen ist das Schaffen von Plastiken aus einem politschen Denkraum heraus, hineingestellt  in den politischen Realraum.

Autorin: Sarah Hübscher

STANDORT

Museum am Ostwall
Ostwall 7
44135 Dortmund

BILDNACHWEIS

© Giuseppe Spagnulo, Fotograf: Andreas Ren

BESITZ

Im Besitz der Stadt Dortmund.

LITERATUR

Karl-Egon Vester [Hrsg.]: Giuseppe Spagnulo, Skulpturen und Zeichnungen aus den Jahren 1963-1985 [Wilhelm-Lehmbruck-Museum der Stadt Duisburg, 3. Mai - 16. Juni 1985; Kunstverein in Hamburg, 20. Juli - 8. September 1985; Lunds Kunsthalle, 21. September - 27. Oktober 1985], Hamburg/Duisburg 1985.
Württembergischer Kunstverein [Hrsg.]: Giuseppe Spagnulo: Skulpturen und Zeichnungen, Stuttgart 1991.
Barbara Schenk [Hrsg.]: Giuseppe Spagnulo: Ali di Fuoco, München 2008.
Veronika Wollmann [Hrsg.]: Giuseppe Spagnulo: canta amore alle persiane. Skulpturen und Arbeiten auf Papier, Stuttgart 2004.

LINKS

Homepage des Künstlers: www.giuseppespagnulo.it