gefördert durch RAG Stiftung
Städtefilter:
  • Alle Städte
  • Alpen
  • Außerhalb vom Ruhrgebiet
  • Bergkamen
  • Bochum
  • Bottrop
  • Bönen
  • Castrop-Rauxel
  • Dinslaken
  • Dorsten
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Essen
  • Fröndenberg
  • Gelsenkirchen
  • Gevelsberg
  • Gladbeck
  • Hagen
  • Hamm
  • Hamminkeln
  • Hattingen
  • Herdecke
  • Herne
  • Herten
  • Holzwickede
  • Hünxe
  • Kamen
  • Lünen
  • Marl
  • Moers
  • Mülheim an der Ruhr
  • Neukirchen-Vluyn
  • Oberhausen
  • Recklinghausen
  • Ruhrgebiet
  • Schwelm
  • Schwerte
  • Selm
  • Unna
  • Waltrop
  • Werne
  • Wesel
  • Witten
  • Xanten
Filter schließen
Skulpturen

Brunnenskulptur

Schwerte

Künstler >

Albert Hien

Entstehungsjahr >

2006

Material >

Edelstahl

Maße >

Höhe: 600 cm

PROJEKTBESCHREIBUNG

Albert Hien (*1956): Brunnenskulptur, 2006, Edelstahl, Höhe: 600 cm, Postplatz, Schwerte

Die Brunnenskulptur von Albert Hien auf dem Postplatz in Schwerte ist keine klassische Brunnenarchitektur, viel mehr spielt diese Installation mit dem herabfallenden Regenwasser.

Zwei Edelstahltrichter und ein Rohr bilden das Ensemble. Ein 6 Meter hoher Trichter, der im oberen Drittel aus einem gleichmäßig durchlöcherten Gitter und in den unteren beiden Dritteln aus mattem Edelstahl gearbeitet wurde, steht auf seiner Spitze. In diesem Trichter wird das Regenwasser gesammelt, welches die Rotation einer im Inneren befindlichen Trommel hervorruft. Hier wurden bis zur Abschaltung dieses Mechanismus aufgrund der Geräuschentwicklung, Euro-Rohlinge wie in einer Waschmaschine geschleudert. (Vgl. http://www.kulturstiftung-sparkasse-schwerte.de/html/brunnenskulptur.html) Im Zusammenhang mit dem Brauch, Geldstücke in einen Brunnen zu werfen und sich dabei etwas zu wünschen, zeigt sich hier in Schwerte, dass dies wegen der Höhe des Trichters kaum möglich und aufgrund der schon vorhandenen Geldstücke nicht mehr nötig ist. Nach der wortwörtlichen Geldwäsche wird das Wasser durch ein an dem unteren Teil des Trichters angebrachtes Rohr in den liegenden Doppel-Trichter geleitet. Dessen Oberfläche erscheint in Gänze aus durchlöchertem Edelstahl, wobei im Inneren ein geschlossenes Rohr das Wasser bis zur Öffnung an der Spitze leitet. Von dort läuft es dann direkt in einen Gully. Da dieser aus dem gleichen Material wie die Trichter angefertigt wurde, lässt sich erkennen, dass er ebenfalls ein Teil des Kunstwerks ist.

Die einheitliche Gestaltung, die sich aufgrund der durchlöcherten Stahlkonstruktion ergibt, arbeitet eigentlich entgegengesetzt der Funktion eines Trichters oder Brunnens, da hierdurch das Auffangen von Wassers normalerweise unmöglich wird.

Die Brunnenskulptur sammelt mit ihrer durchlöcherten Konstruktion das Regenwasser, um es spielerisch in einen Straßenablauf zu leiten, wo das Regenwasser ohnehin hinfließen würde und sorgt dadurch im innerstädtischen Alltag für einen Moment der Irritation.
(Vgl. http://www.kulturstiftung-sparkasse-schwerte.de/html/brunnenskulptur.html)
Durch das Ausschalten des Geräuschs der Geldwäsche fehlt heute natürlich ein wesentlicher Teil der künstlerischen Gestaltung.

Autorin: Lara Oswald

STANDORT

Postplatz
58239 Schwerte

BILDNACHWEIS

© VG BILD-KUNST, BONN 2014, Fotograf: kunstgebiet.ruhr

BESITZ

Im Besitz der Stadt Schwerte.

LINKS

Homepage des Künstlers: www.alberthien.com