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Skulpturen

4 x 4 = 16

Marl

Künstler >

Friedrich Gräsel

Entstehungsjahr >

1973

Material >

VA-Stahl

Maße >

mehrteilig, 84 x 280 x 1800 cm

PROJEKTBESCHREIBUNG

Friedrich Gräsel (*1927-2013): 4 x 4 = 16, 1973, VA-Stahl, mehrteilig, 84 x 280 x 1800 cm, Grundschule an der Max-Reger-Straße, Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl.

Friedrich Gräsels Maxime seines Schaffens lautet: „…Kunst und Technik als Teile unseres Lebens stärker miteinander zu verzahnen, um das kulturelle Defizit unserer technokratischen Zivilisation durch die Aktivierung kreativer Kräfte auszugleichen.“ (zitiert nach: Ausst-Kat. Friedrich Gräsel, Essen 1993. S.22.). Hierzu greift er auf technisch minimale Grundformen wie Kubus und Rohr (Würfel und Zylinder) zurück und setzt diese mit spielerisch-kreativer Ernsthaftigkeit in autonome und Umwelt bezogene Werke um. Dabei spielt für den ausgebildeten und lehrenden Kunstpädagogen ein künstlerisch-didaktisches Moment immer auch eine Rolle.

Gräsels Sinn für ein pädagogisches Einsetzen seiner plastischen Formen verdeutlicht sich bei dieser Arbeit für den Schulhof einer Grundschule in Marl hervorragend. Er versteht es, mit der einfachen Form eines 60 cm langen Röhrensegments optisch die Rechenaufgabe 4 x 4 überschaubar und simpel zu verdeutlichen. Die räumlich angeordneten Einzelelemente stellen aber neben dem wohlgeordneten Ganzen und dem pädagogischen Anspruch auch ein freies, bespielbares Objekt dar. Damit gelingt es Gräsel, die künstlerischen Grundwerte von Spieltrieb, ästhetischer Ausformung und didaktischer Inhaltsvermittlung so zu vereinen, dass eine auf das Kind abgestimmte Lösung entsteht. Ein überzeugender Beitrag eines Künstlers zur Problematik „Kunst am Bau“ für Schulen.

In den Jahren 1973/74 hat Gräsel Variationen dieser Arbeit auf weiteren Schulhöfen realisiert: So in Duisburg (1973 „4 x4 = 16“, Schule Duisburg-Hamborn, Kantstraße) in Hagen-Westerbauern (1974 „3 x 4 = 12“, Grundschule) sowie in Schmallenberg/Sauerland (1974 „Vier hoch Zwei gleich Sechzehn“, Schulzentrum Schmallenberg). Auch war geplant, sowohl in Marl als auch in Schmallenberg umfangreichere skulpturale pädagogische Projekte zu realisieren. Beide Unternehmungen wurden aber nicht weiter verfolgt.

Autor: Uwe Rüth

STANDORT

Grundschule

Max-Reger-Straße

45772 Marl

BILDNACHWEIS

© VG BILD-KUNST, BONN 2014, Foto: Skulpturenmuseum Glaskasten Marl

LITERATUR

Ausst.-Kat. Friedrich Gräsel – Skulpturen und Werkentwicklungen, Museum Folkwang Essen, Essen 1993.

Ausst.-Kat. Friedrich Gräsel – Plastiken und Zeichnungen 1978 – 1992, Aachen und Münster, Ostfildern-Ruit 1998 (besonders S. 95 und 97)

Anja Ziebarth  [Hrsg.]: Friedrich Gräsel. Köln (Wienand-Verlag) 2007.