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Lichtkunst

Third Breath

Unna

Künstler >

James Turrell

Entstehungsjahr >

2005/2009

Material >

Sichtbeton, weißer Marmor, optische Linse, LED – Lichtsystem

Maße >

13,66 x Ø 10,50 m

PROJEKTBESCHREIBUNG

James Turrell: Third Breath, Lichtinstallation, Sichtbeton, weißer Marmor, optische Linse, LED – Lichtsystem, 13,66 x Ø 10,50 m, 2005/2009, Zentrum für Internationale Lichtkunst, Unna.

Seit Anfang 2009 präsentiert das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna eine zweite Installation des amerikanischen Lichtkünstlers James Turrell. Das speziell für Unna konzipierte Kunstwerk mit dem Titel Third Breath verbindet zwei Wahrnehmungsräume und ermöglicht den Besuchern eine völlig neue Seherfahrung.

Die Installation ist durch einen unterirdischen Gang mit dem Museum verbunden. Der Besucher betritt den unteren, dunklen Teil der Installation, die Camera Obscura. Auf einer kreisrunden weißen Marmorfläche kann er nun Reflektionen des Himmels, Wolken oder z.B. auch darüber fliegende Vögel erkennen. Über Treppen erreicht der Besucher dann den oberen Teil der Installation, den Skyspace. Während in der Camera Obscura ein durch das natürliche Licht und die Brennschärfe der Linse erzeugtes Bild des Himmels zu sehen ist, kann der Besucher hier den Vergleich zum natürlichen Himmelsbild herstellen, das wie eine riesige Kuppel über ihm zu schweben scheint. Turrell zeigt uns den realen Himmel, der aber auf artifizielle Weise inszeniert wird.
„Oft schauen wir zum Himmel und denken, dass er so weit weg ist. Aber meine Skyspaces bringen den Himmel herunter an die Decke des Raumes, in dem man sich befindet.“
Eng verbunden mit dem Third Breath ist Turrells Roden Crater Project. Hier baut er seit 1974 in der Wüste Arizonas einen erloschenen Vulkan zu einem Himmelsobservatorium aus. Dabei entstehen zum Himmel geöffnete Räume, deren Öffnungen auf das kosmologische System ausgerichtet sind und so z.B. die Wahrnehmung des Himmels zu Sommer- und Wintersonnenwende ermöglichen.

Turrells Oeuvre weist eine ganze Werkgruppe von Skyspaces auf, der Third Breath ist dabei jedoch einzigartig in seiner Kombination aus Skyspace und Camera Obscura Space. Während der Sonnenuntergangsstunde begegnen sich im "Skyspace" natürliches und künstliches Licht und lassen den Himmel zu einer Farbfläche mutieren, die den Raum gegen den Himmel abzuschließen scheint und doch der Himmel selbst ist.

Der Text wurde vom Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna zur Verfügung gestellt.

STANDORT

Lindenplatz 1
59423 Unna

BILDNACHWEIS

© James Turrell, Fotograf: Frank Vinken

BESITZ

Im Besitz der Sammlung für internationale Lichtkunst, Unna.

LITERATUR

Ausst.-Kat.: Ursula Sinnreich, Kulturbetriebe Unna [Hrsg.]: James Turrell. Geometrie des Lichts. Zentrum für Internationale Lichtkunst, Unna, 31. Januar – 31. Mai 2009.

Sabine Falkenbach: James Turrell. Third Breath. In: Smerling, Walter/Ullrich, Ferdinand [Hrsg.]: Public Art Ruhr. Die Metropole Ruhr und die Kunst im öffentlichen Raum. Köln, 2012. S. 186 f.

Jaspers, John [Hrsg.]: Die Essenz des Lichts. Köln 2013.

LINKS

Homepage des Künstlers: www.jamesturrell.com