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Lichtkunst

Skyline

Bochum

Entstehungsjahr >

2009

Material >

Neonröhren

Maße >

Länge ca. 83 m

PROJEKTBESCHREIBUNG

François Morellet (1926-2016): Skyline. 2009, Neonröhren, Länge ca. 83 m, Kunstmuseum, Bochum.

„Denn Neonlicht ist hart, rein, ohne Schatten oder Spiegelung”
(François Morellet)


Gradlinig präsentiert sich der moderne Neubau des Bochumer Kunstmuseums aus den 1980er Jahren. Die grau verkleidete Fassade tritt zurück und lässt die Blicke der Besucher durch die großen Fensterwände in das zentrale Innere des Gebäudekomplexes fallen. Eine ganz veränderte Situation ergibt sich in der Nacht. Bei Dunkelheit transformiert sich der rechteckige Bau zu einem dynamischen Halbrund. Verantwortlich für diese Transformation ist die Lichtinstallation „Skyline“ des 1926 in Cholet, Frankreich, geborenen Künstlers François Morellet. Blau leuchtende Neonröhren schmücken seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 das Gebäude des Bochumer Kunstmuseums. Besteht die Installation eigentlich aus zwei einzelnen Halbrundsegmenten, ist sie jedoch so angelegt, dass der Betrachter die zentrale Lücke durch seine Vorstellungskraft zu einem geschlossenen Halbrund vervollständigt.

Morellet zählt zu den herausragenden Vertretern der Konkreten Kunst. Neben Malerei und Bildhauerei erweiterte er ab den 1960er Jahren seine Werke um das ‚Material‘ Licht. Sein Interesse beruht auf den spezifischen Materialeigenschaften der Neonröhren: Leuchtkraft, automatische Schaltung und maschinelle Herstellung. Diese Eigenschaften spiegeln genau das wider, was sein gesamtes Oeuvre ausmacht: ein radikaler Wille zur Sachlichkeit, strenge Ökonomie der Mittel sowie eine beunruhigende Einfachheit. (Vgl. Lemoine: 1992, S. 3.) Ab Ende der 1960er Jahre entdeckt er den Raum und die Architektur als neue Dimension für seine Kunst. Er integriert Arbeiten bewusst in die Architektur, spielt mit der Fläche, den verschiedenen Ebenen und Niveauunterschieden, dem Bauvolumen und verändert so die gewohnte Wahrnehmung des Ortes. (Vgl. Lemoine: 1992, S. 7.) Dieses Prinzip wendet er auch am Kunstmuseum an und schafft mit seiner Lichtinstallation eine neue Skyline am Abendhimmel Bochums.

Autorin: Linda Klunk

STANDORT

Kunstmuseum Bochum
Kortumstraße 147
44787 Bochum

BILDNACHWEIS

© VG BILD-KUNST, BONN 2014, Fotograf: Andreas Ren, kunstgebiet.ruhr

BESITZ

Im Besitz des Kunstmuseums, Bochum.

LITERATUR

François Morellet zit. auf: http://www.kunstmuseumbochum.de/ausstellung-veranstaltung/details/francois-morellet/

 

Lemoine, Serge: François Morellet. Elementare Formen, Zufall und systematische Unordnungen. In: Künstler. Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst, Ausgabe 20, o.O., 1992.

 

Dieter Ronte: François Morellet. Skyline. In: Smerling, Walter/Ullrich, Ferdinand [Hrsg.]: Public Art Ruhr. Die Metropole Ruhr und die Kunst im öffentlichen Raum. Köln, 2012. S. 124.

LINKS

Homepage des Künstlers: www.francois-morellet.de