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Lichtkunst

Energie-Transfomrator licht-grün

Gelsenkirchen

Entstehungsjahr >

1999

Material >

Glasbausteine auf Fundamentplatte, Photovoltaik-Anlage, LEDs

Maße >

300 cm x 300 cm x 300 cm

PROJEKTBESCHREIBUNG

Hermann J Kassel (*1960): Energie-Transformator licht-grün, 1999, Glasbausteine auf Fundamentplatte, Photovoltaik-Anlage, LEDs, 300 cm x 300 cm x 300 cm, öffentliche Grünfläche westlich des Musiktheaters im Revier, Gelsenkirchen.

Im öffentlichen Raum, auf einer Grünfläche mit Rasen- und Baumbepflanzung, befindet sich die urbane Plastik Energie-Transformator licht-grün des Künstlers Hermann J Kassel. Der grünliche, transluzente Kubus aus wolkig-strukturierten, rasterartig-kreuzgefugten Glasbausteinen inmitten einer gestutzten Grasnarbe fällt durch seine Klarheit der Konstruktion und Geometrie auf. Einen Zugang in Form einer Tür oder Klappe gibt es nicht. Tatsächlich befinden sich in diesem zum Himmel offenen Kubus eine Photovoltaikanlage und darüber gespeiste LED-Lampen. Tagsüber lebt der Glaskubus durch das Sonnenlicht und changiert mit dem Wolkenbild, dabei laden sich in seinem Innern die Energieträger auf und transformieren das Sonnenlicht nachts durch die LED-Lampen in künstlich strahlendes Licht.

Intensiv grün verteilt sich bei Dunkelheit aus der Höhe von ca. einem Meter über der Grasnarbe das Kunstlicht aus dem Kubusinneren über die Struktur der Glasbausteine in den Umraum. Diffus und geheimnisvoll bleibt das Innere aber auch in der Nacht. Diese urbane Plastik benutzt Technik als Stilmittel: Industriell gefertigte, zellenartige Glasbausteine werden zu einer durchscheinenden Projektionsfläche und locken vor allem bei Dunkelheit von allen Seiten den Betrachter zur Lichtquelle. Instinktiv verheißt uns dieses Licht in der Dunkelheit Schutz. Das Grün lässt zudem an natürliche Transformationsprozesse wie das durch die Sonne und Chlorophyll erzeugte Grün der Pflanzenwelt denken. Nachts erweckt die übertragene natürliche Energie der Sonne das kristalline leblose Glas und charakterisiert den Ort auf der öffentlichen Grünfläche.

Hermann J Kassel verbindet die Bereiche der Kunst, Wissenschaft und Technik in seiner urbanen objekthaften Plastik. Die Einfachheit des leuchtenden Glaskubus täuscht aber darüber hinweg, dass das der Natur entlehnte Prinzip der Lichterzeugung für den Menschen jedoch eine große Komplexität bedeutet: Seine Nachahmung fordert uns technisch fortlaufend heraus. Die Faszination am Licht scheint aber von zeitloser Bedeutung zu sein.

Autor: Mark R. Sylla

STANDORT

Rasenstück westlich des Musiktheaters im Revier
Ecke Florastraße/Overwegstraße
45881 Gelsenkirchen

BILDNACHWEIS

© VG BILD-KUNST, BONN 2014, Fotograf: kunstgebiet.ruhr

BESITZ

Im Besitz der Stadt Gelsenkirchen.

LINKS

Homepage des Künstlers: http://www.hermann-j-kassel.de