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Landschaftskunst

Erscheinen und Verschwinden

Unna

Entstehungsjahr >

2013

Material >

Edelstahlablauf, Pumpe, Steuerung, Pumpenschacht, Wasser (aus dem Bach), Fontäne: dynamisch

Maße >

maximal 4 m

PROJEKTBESCHREIBUNG

Claudia Schmacke (* 1963): Erscheinen und Verschwinden, 2013, Edelstahlablauf, Pumpe, Steuerung, Pumpenschacht, Wasser (aus dem Bach), Fontäne: dynamisch, maximal 4 m, am Massener Bach, Affrederweg, Unna-Affrede.

Während eines Spaziergangs in Unna-Affrede kann man ein ganz besonderes Schauspiel beobachten: Auf einer Landzunge an der Einmündung des Affreder Baches in den Massener Bach sprudelt pulsierend eine Wasserfontäne empor, die in Intervallen bis zu vier Meter in die Höhe schießt, um dann wieder langsam kleiner zu werden und zu verschwinden. Nach einer Ruhephase, die einige Minuten andauern kann, beginnt das Wasserspiel von Neuem. Es handelt sich nicht um ein Naturschauspiel, wie zunächst die Nähe zum Bach vermuten ließe, sondern um die künstlerische Intervention "Erscheinen und Verschwinden" der in Witten geborenen Künstlerin Claudia Schmacke.

Die Arbeit entstand im Rahmen des Kunstprojektes ÜBER WASSER GEHEN des Lippeverbandes in Kooperation der Städte Lünen, Bergkamen, Kamen, Bönen, Dortmund und Unna sowie dem Kreis Unna. Kuratiert wurde das Projekt von Billie Erlenkamp. Seit den 1990er-Jahren begann der Lippeverband mit dem sogenannten Sesekenprogramm, dass die offenen Schmutzwasserläufe durch die Neuanlage von zum größten Teil unterirdischen Kläranlagen, Kanälen und Regenbecken zu einem naturnahen Gewässer wandelten. (Vgl. EGLV - Über Wasser gehen)

Auch die Einmündung des Affreder Baches in den Massener Bach war Teil dieses Programmes und wurde renaturiert. Claudia Schmacke reagiert mit ihrem Werk auf die spezifischen Gegebenheiten des Ortes, der durch den Menschen verschmutzt und nun durch unterirdische Abwässerkanäle wieder in einen naturnahen, sauberen Zustand überführt wurde. Die Künstlerin kontrastiert den „natürlichen“ Bachlauf mit einem künstlich inszenierten Geysir, der in einer Fontäne empor sprudelt und dann teilweise in einem runden, stählernen Abfluss im Boden verschwindet, zum anderen Teil aber in den Fluss zurückfließt. Sie „zitiert damit ein Bild gezähmter, idealisierter Natur und gleichzeitig ein Naturereignis“ (Über Wasser gehen - Kunstwerke - Erscheinen und Verschwinden) und macht damit auch auf die Renaturierungsprozesse aufmerksam: Der Bach mutet an der Oberfläche natürlich an, was erst durch unterirdische, künstlich angelegte Schmutzwasserbäche – Eingriffe des Menschen – ermöglicht wird. Auch die Bezeichnung der Arbeit mit Erscheinen und Verschwinden spielt auf den Wandel an: „[…] ein Titel, der auf das Oszillieren der Fontäne zwischen An- und Abwesenheit, Aktivität und Ruhephase verweist und den ephemeren Charakter des Kunstwerkes betont.“
(Claudia Schmacke, zit. nach: EGLV - Über Wasser gehen)

Autorin: Katharina Kemper

STANDORT

am Massener Bach
Affrederweg
59425 Unna

BILDNACHWEIS

© Claudia Schmacke, Fotograf: Rainer Schlautmann

BESITZ

Im Besitz des Lippeverbands.