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Landmarken

Tetraeder

Bottrop

Entstehungsjahr >

1995

Material >

Stahl

Maße >

Stahlkonstruktion mit drei Aussichtsplattformen (auf 18 m Höhe, auf 32 m Höhe, auf 38 m Höhe), vier Stahlbetonpfeiler 8 m

PROJEKTBESCHREIBUNG

Auf dem Gipfel der ca. 65 Meter hohen Halde in Bottrop thront das 50 Meter hohe und begehbare Kunstwerk des Architekten Wolfgang Christ. Was von der Ferne wie ein aus dem All gelandetes Ufo anmutet, ist eine der bekanntesten Landmarken der Region. Der Titel bezeichnet die geometrische Grundform: Das Tetraeder ist mathematisch gesehen ein dreidimensionaler Körper, der aus vier dreieckigen Flächen besteht. In Bottrop wird diese Form zu einer begehbaren Stahlkonstruktion, angebracht auf einem der höchsten Punkte der Stadt. Schon aus der Ferne wird erkennbar, dass aus geradlinigen Stahlstreben der Körper eines Tetraeders gebildet wird. Je mehr man sich dem Werk nähert, desto mehr Strukturen lassen sich erkennen. Neben der äußeren Grundform des Teatraders wird zunächst deutlich, dass viele weitere kleine und große Tetraeder in den luftigen Innenraum eingearbeitet wurden. Zusätzlich ziehen sich drei kreisförmige Aussichtsplattformen durch die begehbare Installation und stellen dadurch unterschiedliche Ebenen her. Durch eine Treppe werden sie miteinander verbunden. Diese greift die luftige Konstruktion des Tetraeders auf und erschwert, aufgrund der allseitigen Durchsichtigkeit, gerade den höhenängstlichen Besuchern den Aufstieg.

Die Fernwirkung dieser Landmarke wird in der Dunkelheit durch die Lichtinstallation Fraktal des Künstler Jürgen LIT Fischer (1941-2005) intensiviert. Einige Metallstreben in der oberen Spitze erscheinen dann in hellem Licht und heben die geometrische Struktur hervor. Bei Tag wird deutlich, dass mit dem Tetraeder ein Aussichtspunkt geschaffen wurde, der einen Blick auf das Ruhrgebiet ermöglicht. Von 1969 bis 1993 wurde die Halde an der Beckstraße aufgeschüttet und befindet sich seit 1997 im Besitz der Regionalverbandes Ruhr (Vgl. ebd.). Sie formuliert, gemeinsam mit den übrigen Halden der Region, die Topographie des Ruhrgebietes. Kunstwerke, wie dieses auf dem Gipfel einer Halde, rufen dazu auf, diesen zuvor industriell genutzten Raum zu begehen, den Aufstieg zu wagen und abschließend den Blick von oben herunter schweifen zu lassen.

Die wesentlichen Gestaltungselemente des Tetraeders sind zum einen die strikte Festlegung auf eine mathematisch definierte Form in Kombination mit verlässlichem und stabilem Material, welche gemeinsam dem Drang des Menschen entsprechen, immer höher und immer weiter zu wollen. Oben angelangt kann ein Panoramablick in die Weiten des Ruhrgebietes genossen werden. Zwischen vielen Bäumen und viel grüner Fläche pusten einige Schornsteine kontinuierlich Wolken in die Luftlandschaft und alles Wesentliche erscheint zum Greifen nah.

Wolfgang Christ (*1951)/Jürgen LIT Fischer (1941-2005) : Tetraeder, 1995, Stahlkonstruktion mit drei Aussichtsplattformen (auf 18 m Höhe, auf 32 m Höhe, auf 38 m Höhe), vier Stahlbetonpfeiler 8 m, Halde Beckstraße in Bottrop-Batenbrock.

Autorin: Linda Schmitz

STANDORT

Halde Beckstraße
46238 Bottrop

BILDNACHWEIS

© VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Wolfgang Christ, Fotograf: Dieter Golland

BESITZ

Im Besitz des Regionalverbandes Ruhr.