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Landmarken

Spurwerkturm

Waltrop

Künstler >

Jan Bormann (*1939)

Entstehungsjahr >

2000

Material >

1000 m Spurlatten aus Bangossiholz, Betonelemente und Strebleuchten

Maße >

Gesamthöhe 20 m, Plateau auf 9m Höhe

PROJEKTBESCHREIBUNG

Jan Bormann (*1939): Spurwerkturm, 1993/2000, 1000 m Spurlatten aus Bangossiholz, Betonelemnte, Strebleuchten, Gesamthöhe: 20 m, Plateau auf 9m Höhe, Halde Brockenscheidt, Hiberniastraße, Waltrop.

Mitten auf dem Plateau der Halde Brockenscheidt in Waltrop thront der Spurwerkturm des in Dortmund geborenen Künstlers Jan Bormann. Auf einem Fundament aus Betonelementen erhebt sich der Turm, der aus 1000 Meter Spurlatten in Form eines Pyramidenschaftes gebaut und mit seiner begehbaren Plattform auf neun Metern Höhe einen Blick auf die Ruhrgebietslandschaft gewährt. Jan Bormann entscheidet sich mit dem Baumaterial der Spurlatten bewusst für ein Material, das im Bergbau Verwendung fand: Die Spurlatten hielten die Förderkörbe in den Schächten in der Spur. Zur Konsequenz seiner Idee gehörte, dass Bergleute als Universalhandwerkern den Spurwerk an Ort und Stelle bauen sollten. Diese Idee ließ sich nicht realisieren. Die Spurlatten für die Waltroper Landmarke stammen aus der Zeche Ewald in Herten und sind somit originales Recyclingmaterial des Bergbaus, das wie das Material der Halde Brockenscheidt als Abraum der Zeche Waltrop einst von unter Tage an das Tageslicht befördert wurde. Jan Bormann sammelte die Spurlatten über zwei Jahre lang.

Bereits Mitte der 80er-Jahre entwickelte Jan Bormann die Idee, die Halden, die den postindustriellen Landschaftsraum im Ruhrgebiet definieren, aber sich durch eine ähnliche Aufschüttungsart kaum voneinander unterschieden, zu identifizierbaren Orientierungspunkten innerhalb der Region umzuwandeln. 1993 entstand im Rahmen der IBA Emscherpark sein Entwurf für den Spurwerkturm, der dann 1997 von der IBA beauftragt und im Jahr 2000 realisiert wurde. Für die Beleuchtung der Landmarke verwendete der Künstler Original-Strebleuchten des Bergbaus. Als Reminiszenz an seine Grundidee halfen zwei Waltroper Bergleute beim Richten des Spurwerkturms.

Jan Bormann berechnete den Standpunkt für die Landmarke so, dass diese auf der Achse der Zeche zwischen zwei Leerräumen der Zechengebäude zu sehen ist. Die asymmetrische Spitze der Pyramide, die von drei schräg gestellten Holzlatten gebildet wird, macht dem Betrachter die Ansichten von unterschiedlichen Standpunkten bewusst, wodurch der Spurwerkturm zu einem markanten Orientierungspunkt wird, der Bezug nimmt zur Bergbauvergangenheit des Ortes. 

 

Autorin: Katharina Kemper

STANDORT

Halde Brockenscheidt
Hiberniastraße,
45731 Waltrop

BILDNACHWEIS

© VG BILD-KUNST, BONN 2018, Fotograf: Andreas Ren, Katharina Kemper

BESITZ

Im Besitz der Stadt Waltrop.