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Landmarken

reemmrenreh (kaum Gesang)

Herne

Künstler >

Bogomir Ecker

Entstehungsjahr >

2010

Material >

Laterne, Aluminiumblech, Aluminiumguss, Stahl, Lack

Maße >

Höhe: 16 m, 23 x 2,3 x 2,1 m und 7,6 x 1,7 x 1,2 m

PROJEKTBESCHREIBUNG

Bogomir Ecker (* 1950): reemrenreh (kaum Gesang), 2010, Laterne, Höhe: 16 m, Aluminiumblech, Aluminiumguss, Stahl, Lack, 23 x 2,3 x 2,1 m und 7,6 x 1,7 x 1,2 m, Herne.

An der Schleuse im sogenannten ‚Herner Meer‘ ragt ein außergewöhnlicher gelber Turm aus dem Wasser. Es ist nicht nur die Farbigkeit, durch welche er den Betrachterblick auf sich lenkt. Mehrere, an Zylinder erinnernde Segmente, hat der Künstler aufeinandergestapelt, wobei kein Segment dem anderen gleicht. In unterschiedlichen Größen und Breiten scheinen sie wagemutig über dem Wasser zu balancieren. Mal stützt eine größere Fläche auf einer kleineren, mal ist ein einzelner Zylinder gefährlich aus der Mitte entrückt, sodass der Turm jederzeit umzufallen droht. Die Basis jedoch ist unter Wasser versteckt und dabei fest verankert. Über der Wasseroberfläche wird ein silbergrauer Zylinder sichtbar, der alle weiteren gelben Bestandteile des Turmes trägt.

Je näher man der Konstruktion kommt, desto deutlicher werden die einzelnen Gestaltungselemente, aus denen sich die Installation zusammensetzt. Dann fällt auch der kleine silberne Turm auf, der neben dem gelben Turm aus dem Wasser ragt. Auch dieser setzt sich aus zylindrischen Formen zusammen und ist dabei deutlich kleiner als der gelbe Turm. Alle Turmsegmente eint, dass sie mehr oder weniger durchlöchert erscheinen, wobei Anzahl und Positionierung der Löcher nie gleich sind. Zusätzlich zu den zwei Türmen fällt dann, neben dem bestechenden Gelb, ein weiteres für diesen Ort ungewöhnliches Objekt ins Auge: Eine Straßenlaterne, die nicht hoch genug ist, um den gelben Turm von oben herab zu beleuchten, ist ebenfalls im Wasser montiert. In der Dunkelheit wirft sie einige Strahlen auf die Seite des Turms und sorgt erst einmal für zusätzliche Ratlosigkeit beim Betrachten des Figurenensembles. Der Titel des Kunstwerks reemrenreh entschlüsselt sich erst, wenn wenn er rückwärtsgelesen wird. Sein  Zusatz scheint dagen fast eindeutig: Kaum Gesang. Der Wind bläst durch die Löcher der Plastik, sodass innerhalb des Kunstwerkes Töne erzeugt werden, die über das Wasser davon getragen werden. Es ist kaum Gesang, der dabei entsteht und spielt damit auch auf die einst für einen Zeitraum von drei Monaten für die EMSCHERKUNST.2010 zusätzlich installierte Klangkomposition des Künstlers Bülent Kullukcu an. Ecker und Kullukcu haben reemrenreh einst gemeinsam für die EMSCHERKUNST erschaffen. (Vgl. Neuner: 2010. S. 75 ff.)

Nicht zum ersten Mal stapelt und formt Bogomir Ecker mit zylindrischen, bunten, durchlöcherten Elementen seine Plastiken. Der in Jugoslawien geborene Künstler hat bereits einige Installationen für den öffentlichen Raum geschaffen und bedient sich dabei immer wieder Formen, welche durch ihre Positionierung und Gestaltung Irritationen beim Betrachter hervorrufen. (Vgl. www.bogomir-ecker.de/deutsch) Komplettiert wird die Irritation durch das Buchstabenspiel des Titels der Installation.

Autorin: Linda Schmitz

STANDORT

„Herner Meer“
Schleuse Herne
44627 Herne

BILDNACHWEIS

© VG BILD-KUNST, BONN 2014, Fotograf: Andreas Ren

BESITZ

Im Besitz des Regionalverbands Ruhr.

LITERATUR

Stemplewski, Jochen: Die Emscher-Insel. Kernland des Reviers und Bühne der EMSCHERKUNST.2010. In: Matzner, Florian/Petzinka, Karl-Heinz/Stemplewski, Jochen [Hrsg.]: EMSCHERKUNST.2010. Eine Insel für die Kunst. Ostfildern 2010.

 

Neuner, Florian: Bogomir Ecker. Bülent Kullukcu. In: Matzner, Florian/Petzinka, Karl-Heinz/Stemplewski, Jochen [Hrsg.]: EMSCHERKUNST.2010. Eine Insel für die Kunst. Ostfildern 2010. S. 75-79.

LINKS

Homepage des Künstlers: www.bogomir-ecker.de
www.emscherkunst.de