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Landmarken

Das Geleucht

Moers

Künstler >

Otto Piene

Entstehungsjahr >

2005

Material >

Stahl, Beton, Farbe, LED-Leuchten, 35 Leuchtmasten

Maße >

Lichtturm: ca. 3000 cm hoch, ø 800 cm

PROJEKTBESCHREIBUNG

Otto Piene (1928-2014): Das Geleucht, 1999/2007, Stahl, Beton, Farbe, LED-Leuchten, 35 Leuchtmasten, Lichtturm: ca. 3000 cm hoch, ø 800 cm, Halde Rheinpreußen, Moers.

Allabendlich wird die Halde Rheinpreußen in Moers mit Beginn der Dunkelheit in ein schummriges rotes Licht gehüllt. Dieses Ereignis ist bereits aus der Ferne und sogar von der Autobahn A42 weithin sichtbar. Verantwortlich für dieses Lichterlebnis ist die monumentale Lichtinstallation Das Geleucht des 2014 verstorbenen Künstlers Otto Piene, die auf dem Gipfel der Halde auf etwa 103,60 Metern Höhe thront. Auf einem runden Postament mit vier Stufen ruht die 30 Meter hohe und rot lackierte Grubenlampe, die im unteren Schaft von rot strahlenden LED-Leuchten und in der Mitte des Geleuchts von einer Laterne mit rotem Licht illuminiert wird. 35 Leuchtmasten, die auf dem Hang der Halde positioniert sind, komplementieren die Lichtinstallation und beleuchten die ca. 8000 qm große Haldenfläche. Im Inneren führt eine Wendeltreppe den Besucher nach oben auf die Aussichtsplattform der Grubenlampe. Von dort aus kann der Besucher seinen Blick über die vom Bergbau geprägte Umgebung schweifen lassen.

Im Œuvre des 1928 im westfälischen Laasphe geborenen Künstlers, der Ende der 1950er Jahre zusammen mit Heinz Mack die Düsseldorfer Künstlergemeinschaft ZERO gründete, nimmt die Auseinandersetzung mit den Themen Licht, Raum und Bewegung eine zentrale Rolle ein. Otto Piene schreibt in dem von ihm und Mack von 1958 in drei Ausgaben publizierten ZERO-Magazin über die Bedeutung des Lichts: „Licht ist die erste Bedingung aller Sichtbarkeit. Das Licht ist die Sphäre der Farbe. Das Licht ist das Lebenselement des Menschen und des Bildes. Jede Farbe gewinnt ihre Qualität durch den Anteil an Licht, der ihr beschieden ist. Das Licht macht die Kraft und den Zauber des Bildes, seinen Reichtum, seine Beredtheit, seine Sinnlichkeit, seine Schönheit aus.“ (Otto Piene in: Zero 2, 1958.)

Mit seiner Lichtinstallation greift Otto Piene ein wichtiges Moment des Bergbaus auf, denn jeder Bergmann besaß seine eigene Grubenlampe, die ihm in der Dunkelheit unter Tage Licht spendete und für ihn überlebenswichtig war. Auch durch das rote Licht, das durch die Leuchtmasten am Hang verströmt wird, wird ein weiteres Assoziationsfeld eröffnet: Es lässt an die Eisenproduktion denken, an die Hochhöfen und die Schlote, die den abendlichen Himmel über dem Ruhrgebiet in einem satten Rot einst erleuchteten. Auch im Inneren der Grubenleuchte findet der Besucher einen weiteren Verweis auf den Bergbau: Dort befindet sich ein Relief der heiligen Barbara, der Schutzheiligen der Bergleute.

Otto Piene präsentierte bereits im Jahr 1999 auf der IBA Landmarken-Kunstausstellung in Oberhausen seine ersten Entwürfe zum Projekt und es sollte noch rund acht Jahre dauern, bis die Landmarke 2007 feierlich eingeweiht wurde. Der Förderkreis Landmarke Grubenlampe wurde gegründet und das Projekt wurde vor allem durch zahlreiche private und öffentliche Förderer ermöglicht. (Vgl. Faltblatt der Stadt Moers: Moers bietet mehr – Das Geleucht von Otto Piene.)

Die Aussichtsplattform ist von April bis Oktober mittwochs, donnerstags, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr und ab November bis März samstags und sonntags von 13 bis 16 Uhr begehbar. (Siehe hierzu: http://www.das-geleucht.de)

Autorin: Katharina Kemper

STANDORT

Halde Rheinpreußen / Römerstraße Kreuzung Gutenbergstraße
Römerstraße
47445 Moers

BILDNACHWEIS

© VG BILD-KUNST, BONN 2014, Fotograf: Fotolia, Kronepower

BESITZ

Der Eigentümer ist (seit 2001) der Regionalverband Ruhrgebiet.

LITERATUR

Otto Piene: Über die Reinheit des Lichts. In: Zero 2. 1958. Wiederabgedruckt in: Otto Piene, 10 Texte. Frankfurt a.M., München 1961. S. 9.

 

Förderkreis Landmarke Grubenlampe e.V., Dinslaken [Hrsg.]: Das Geleucht – Die Entstehung des Montan-Kunstwerkes auf der Halde Rheinpreußen in Moers.

 

Faltblatt der Stadt Moers: Moers bietet mehr – Das Geleucht von Otto Piene. Der Bürgermeister – Wirtschaftsförderung Rathausplatz 1, 47441 Moers.