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Grafik Malerei Skulptur

Tisa von der Schulenburg (*1903 - ✝2001)

Geburtsort >

Tressow, Mecklenburg-Vorpommern

Tisa von der Schulenburg

KURZ-BIOGRAPHIE

1903 Tisa von der Schulenburg (Elisabeth Karoline Mary Margarete Veronika Gräfin von der Schulenburg) in Tressow geboren. Sie verbringt ihre Kindheit in London, Berlin und Münster sowie auf dem elterlichen Gut Tressow in Mecklenburg-Vorpommern.

1914-1917 Nach Privatunterricht und einem kurzem Schulbesuch, ist sie im Stift zum Heiligengrabe in der Mark Brandenburg untergebracht und ging in eine Haushaltslehre in Lemgo.

1928 Sie heiratet den jüdischen Kaufmann Fritz Hess.

1934 Sie emigriert nach England. Im Norden Englands kommt sie mit dem Bergbau in Berührung. Sie begegnete dem Künstler Henry Moore.

1936 Sie wird Mitglied der antifaschistischen Künstlergruppe Artists' International Association.

1938 Sie lässt sich von Fritz Hess scheiden.

1939 Rückkehr nach Deutschland, dort zwangsläufiges Verbleiben, Heirat mit Carl Ulrich von Barner. Sie verbringt die Kriegszeit als Herrin auf Gut Klein Trebbow.

1944 Ihr Bruder Fritz-Dietlof wird wegen der Beteiligung am Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler hingerichtet.

1945 Sie lässt sich von Carl Ulrich von Barner scheiden. Sie flieht nach Schleswig-Holstein und arbeitet als Dolmetscherin, Wohlfahrtspflegerin und Korrespondentin einer Tageszeitung.

1950 Sie tritt in das Dorstener Ursulinenkloster als Schwester Paula ein und unterrichtet in den von den Dorstener Ursulinen geleiteten Schulen Kunst. Nachdem sie sich ein Atelier im Klostergebäude einrichtete, entstehen zahlreiche Tuschezeichnungen, Plastiken und Reliefs in Holz, Stein, Bronze und Aluminium. Sie hat enge Kontakte zu Bergarbeitern. Sie hält vor allem in ihren Zeichnungen, aber auch in Reliefs, das Leben und Wirken der Bergarbeiter fest.

1962 Sie widmet sich nun ganz der Kunst und stellt unter ihrem bürgerlichen Namen wieder regelmäßig aus. Auf Einladung fährt sie in das Dorstener Bergwerk „Fürst Leopold“ ein.

1968-1969 Sie arbeitet für eine Lepra-Station in Äthiopien.

1972 Schwester Paula wird für ihre Verdienste das Ehrenbürgerrecht der Stadt Dorsten verliehen. Sie erhält zahlreiche Aufträge für öffentliche und sakrale Kunstwerke, stellt im In- und Ausland aus und unternimmt Reisen nach England und in außereuropäische Länder.

1979 Während ihrer Israel Reise begegnet Tisa von der Schulenburg Überlebenden des Holocaust.

1984 Im Beisein von Richard von Weizsäcker werden während der Inbetriebnahme der Schachtanlage Haltern 1/2 der Zeche „General Blumenthal“ fünf von der Künstlerin gestaltete Reliefs enthüllt.

2001 im Alter von 97 Jahren stirbt Tisa von der Schulenburg in Dorsten.

STUDIUM

1925 zunächst widmet sie sich einem privaten Kunststudium in Berlin bei Maler Alexander Oppler und beginnt dann ihr Studium an der Berliner Kunstakademie bei den Bildhauern Fritz Klimsch, Edwin Scharff, Otto Hitzberger und Paul Kluge.

1927 Studium in Paris

BILDNACHWEIS

© Tisa von der Schulenburg-Stiftung, Dorsten

LITERATUR

Klaus Kösters: Tisa von der Schulenburg. Kunst im Brennpunkt des 20. Jahrhunderts. 2. Auflage, Münster 2004.

RAG Aktiengesellschaft [Hrsg.]: Aus dem Dunkel ins Licht. Essen o.J.