gefördert durch RAG Stiftung
Städtefilter:
  • Alle Städte
  • Alpen
  • Außerhalb vom Ruhrgebiet
  • Bergkamen
  • Bochum
  • Bottrop
  • Bönen
  • Castrop-Rauxel
  • Dinslaken
  • Dorsten
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Essen
  • Fröndenberg
  • Gelsenkirchen
  • Gevelsberg
  • Gladbeck
  • Hagen
  • Hamm
  • Hamminkeln
  • Hattingen
  • Herdecke
  • Herne
  • Herten
  • Holzwickede
  • Hünxe
  • Kamen
  • Lünen
  • Marl
  • Moers
  • Mülheim an der Ruhr
  • Neukirchen-Vluyn
  • Oberhausen
  • Recklinghausen
  • Ruhrgebiet
  • Schwelm
  • Schwerte
  • Selm
  • Unna
  • Waltrop
  • Werne
  • Wesel
  • Witten
  • Xanten
Filter schließen
Foto Film Malerei

Heinrich Brocksieper (*1898 - ✝1968)

Hagen

Geburtsort >

Hagen

Heinrich Brocksieper

KURZ-BIOGRAPHIE

1898 geboren in Hagen
1915 - 16 Unterricht an der Malerschule in Hagen bei Max Austermann
1916 - 18 Kriegsdienst in Rußland und Frankreich
1918 - 19 Unterricht an der Hagener Malerschule
1919 - 22 Studium am Staatlichen Bauhaus in Weimar bei Johannes Itten und Lyonel Feininger
1923 - 24 Wanderjahre mit seinem Freund Hugo Isenberg in Süddeutschland, Österreich und Italien
bis 1927 Mitglied in der Künstlervereinigung “Hagenring”
ab 1927 dominieren Fotografie und experimentelle Filme seine künstlerische Tätigkeit
1933 lehnt er gegenüber den Nationalsozialisten Ausstellungsbeteiligung und Atelierbesuch ab. Freundschaft und Atelier mit Emil Schumacher
1939 - 45 Kriegsdienst an der Ost- und Westfront, nach Erkrankung Lazarettdienst in Hagen
1944 Zerstörung von Haus und Atelier durch Bombenangriff; fast vollständige Vernichtung des Frühwerks
ab 1945 Wiederaufnahme der künstlerischen Tätigkeit mit “linearen Zeichnungen”
ab 1955 Spätwerk mit Pastellen nach seiner Formel “Form, Farbe + Materie”
1968 gestorben in Hagen

STUDIUM

1919-1922 Studium am Staatlichen Bauhaus in Weimar, bei Johannes Itten (Eintritt in den ersten Vorkurs am neu gegründeten Bauhaus und bei Lyonel Feininger (Druckerei)

MEILENSTEINE

1919-1922 Studium am Staatlichen Bauhaus in Weimar bei Johannes Itten und Lyonel Feininger
ab 1927 dominieren Fotografie und experimentelle Filme seine künstlerische Tätigkeit; Einrichtung eines Foto- und Filmateliers; es entstehen “perpelleristische” Trickfilme und Zeichentrickfilme auf 35mm Filmmaterial, das er selbst bearbeitet
1933 lehnt er gegenüber den Nationalsozialisten Atelierbesuch und Ausstellungsbeteiligung ab
1939- 1945 Einberufung zum Kriegsdienst und Soldat an der Ost- und Westfront.
1944 Zerstörung seines Hauses und Ateliers durch Bombenangriff; dabei werden seine Bilder, Zeichnungen, Fotos und Filme bis auf Fragmente zerstört.
ab 1945 Wiederaufnahme der künstlerischen Tätigkeit; es entstehen die linearen Zeichnungen und die Kohlezeichnungen zur Darstellung der Stofflichkeit. Er entdeckt mittels des „tastenden Sehens“ die „Perspektive der nahen Dinge“ und malt aus dieser Sicht fortan seine Bilder. Den Lebensunterhalt verdient er bis zu seinem Tod in seinem kleinen Farben- und Glasladen.
1950 folgt ein Briefwechsel mit Lyonel Feininger in New York
ab 1955 entsteht sein Spätwerk: Alltagsgegenstände mit den Spuren des Gebrauchs, Portraits und Selbstbildnisse in ihrer Stofflichkeit sind sein zentrales Thema und werden nach seiner Formel: „FORM, FARBE + MATERIE“ in seinen Pastellen sichtbar

AUSSTELLUNGEN

1920 Niederrhein-Ausstellung, Kunst-Kabinett-Kollock, Hagen
bis 1927 Ausstellungen mit der Künstlervereinigung “Hagenring”
ab 1927 bis zu seinem Tod 1968 stellt Heinrich Brocksieper nicht mehr aus
1970 Atelier im Hof, Hagen (Einzelausstellung)
1971 Tatkreis Kunst der Ruhr - Forum bildender Künstler -, Essen (Einzelausstellung)
1972 Städtische Galerie Torhaus, Dortmund (Einzelausstellung
1975 “Aspekte zur Kunst der Nachkriegszeit”, 25 Jahre Tatkreis Kunst der Ruhr, Forum bildender Künstler, Essen
1978 Karl Ernst Osthaus-Museum, Hagen (Einzelausstellung)
1980 “bauhaus - 2. generation”, Galerie Symbol, Köln und Galerie Lincke, Düsseldorf
1984 “Der westdeutsche Impuls 1900-1914”, Karl Ernst Osthaus-Museum, Hagen
1992 „Vom Folkwang-Museum zum Karl Ernst Osthaus-Museum”, Karl Ernst Osthaus-Museum, Hagen
1995 Kunstsammlungen zu Weimar - Klassikstiftung Weimar, Bauhaus-Museum Weimar (Einzelausstellung)
1995/96 “basis bauhaus...westfalen”, Westfälisches Museumsamt Münster; Kunst-Museum, Ahlen; Städtische Galerie, Paderborn; Städtische Galerie, Bad Oeynhausen; Stadtmuseum, Bocholt; Vestisches Museum, Recklinghausen; Wilhelm-Morgener-Haus, Soest; Stiftung Bauhaus, Dessau
1997 “Bauhaus Weimar - europäische Avantgarde 1919-1925”, Tschechisches Museum für bildende Künste, Prag
1998 “Heinrich Brocksieper - Nahsichten”, Kunstsammlungen zu Weimar, Weimar, (Einzelausstellung), mit Vorführung seiner Experimentalfilme (Einzelausstellung)
1998 “Heinrich Brocksieper - Nahsichten”, Märkisches Museum der Stadt Witten, Witten, (Einzelausstellung), mit Vorführung seiner Experimentalfilme (Einzelausstellung)
1999 “Lichtbilder auf Papier - Fotografie in Westfalen 1860 - 1960”, Stadtmuseum Münster, Münster
2001 “Collagewelten 1 - Das Experiment - Zur Collage im 20. Jahrhundert”, Kunst-Museum Ahlen, Ahlen
2002 “HÄNDE begreifen”, Phyletisches Museum, Jena (Einzelausstellung)
2005 “Max Austermann UND SCHÜLER”, Hagenring-Galerie, Hagen
2006 “heinrich brocksieper.bauhaus-fotografie-filmexperimente”, Haus Am Horn, Weimar Freundeskreis der Bauhausuniversität Weimar e.V. (Einzelausstellung)
mit Vorführung seiner Experimentalfilme (Einzelausstellung) 2009 „Bauhaus in Aktion“, Filmausstellung zu „90 Jahre Bauhaus“, Stiftung
Bauhaus Dessau; Vorführung seiner Experimentalfilme, Dessau
2009/10 „Von Hagen aus zum Bauhaus“, FernUniversität in Hagen, Hagen mit Vorführung seiner Experimentalfilme
2013/14 Bauhaus.Die Kunst der Schüler“, Galerie der Stadt Remscheid Werke aus der Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau, Remscheid
2013 „Bauhaus.Foto.Filme“, Ausstellung Stiftung Bauhaus Dessau und Bauhaus Archiv Berlin/Museum für Gestaltung, „Alemanha+Brasil 2013-2014“
Secs Pinheiros São Paulo, Goethe-Institut Porto Alegre, Goethe-Institut Curitiba, Goethe-Institut Salvador, Medienzentrum Oi Futuro Rio de Janeiro, Museu Nacional in Brasilia, Brasilien
2014 „Bauhaus.Film“, Ausstellung Stiftung Bauhaus Dessau und Bauhaus Archiv Berlin/Museum für Gestaltung, Dessau Museo Nacional de Bellas Artes, Santiago, Chile
2014/15 Bauhaus.Die Kunst der Schüler“ , Stiftung Bauhaus Dessau, Dessau

LITERATUR

Karl Ernst Osthaus Museum Hagen (Hrsg.), Johann Heinrich Müller, “HeinrichBrocksieper”, Katalog , Hagen 1978
Wolfgang Wangler (Hrsg.), “bauhaus - 2. generation”, Köln 1980
Westfälisches Museumsamt Münster (Hrsg.), “basis bauhaus... westfalen”, Münster 1995
Heimatbuch Hagen+Mark (Hrsg.), Horst Kniese, “Perspektive der nahen Dinge”, Hagen 1998
Kunstsammlungen zu Weimar (Hrsg.), Michael Siebenbrodt, “Heinrich Brocksieper - Nahsichten”, Katalogbuch, Weimar 1998
Volker Jacob (Hrsg.), Ullrich Hermanns, “Lichtbilder auf Papier - Fotografie in Westfalen 1860 - 1960”, Münster 1999
Michael Siebenbrodt (Hrsg.), “bauhaus - weimar - Entwürfe für die Zukunft”, Ostfildern-Ruit/Stuttgart 2000
Burkhard Leismann (Hrsg.), “CollageWelten 1. Das Experiment - Zur Collage im 20. Jahrhundert”, Bramsche 2001
Christian Tesch/Ulrich Völkel (Hrsg.), „kleines lexikon bauhaus weimar“, Weimar 2010, Thomas Tode (Hrsg.), „bauhaus & film“, Maske und Kothurn,
Böhlau Verlag Wien-Köln-Weimar 20123
Oliver Zybok, Wolfgang Thöner (Hrsg.), „Bauhaus.Die Kunst der Schüler“ Hatje Cantz Verlag Ostfildern 2013
Anja Gutenberger, Christian Hiller, Philipp Oswalt, Thomas Tode (Hrsg.), „bauhaus.foto.filme“, São Paulo BR 2013