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Videokunst

Videokunst ist eine Kunstform, bei der Künstler ihre Meinung über das Projizieren bewegter Bilder äußern. Grundlage war das zunehmend verbreitete Fernsehen, das sich Anfang der 1960er Jahre zum Massenmedium entwickelte. Künstler griffen dies auf und schufen durch Installationen die Videokunst.

Mit der Erfindung einer tragbaren Videoausrüstung erweiterten die Künstler ihre Möglichkeiten. Das genutzte Medium kann verschieden sein, jedoch ist der Einsatz neuester Techniken wichtig. Die Künstler beschäftigen sich inhaltlich mit dem sozialen Wandel in der Gesellschaft und verwenden eine verständliche Bildsprache. Sie untersuchen zum Beispiel die Frage, wie Fernsehen und Internet das Leben der Menschen verändert. Kommunikation und Interaktion mit dem Betrachter werden dabei immer wichtiger.

Zu den Künstlern, die der Videokunst zum Durchbruch verhalfen, gehörten Nam June Paik und Wolf Vostell. Beide wurden von der Kunstrichtung Fluxus beeinflusst, die das Alltägliche zur Kunst erhob. Ein Zentrum der Videokunst war die Rhein-Ruhr-Region, in der internationale Künstler wie der gebürtige Koreaner Nam June Paik arbeitete. 1963 stellte er zum ersten Mal in der Galerie Parnass, in Wuppertal, aus. Er baute 12 Fernsehgeräte um, so dass auf den Monitoren verzerrte Bilder, Raster und Striche zu sehen waren. Dieses Ergebnis erreichte er durch starke Magnetfelder. Das war die Geburtsstunde der Medienkunst. Der Fernseher wurde das Lieblingsobjekt von Paik. Wolf Vostell installierte 1963 in der New Yorker Galerie Smolin 12 TV-Dé-coll/agen. Das Bild wurde hier gestört, das Empfangsgerät zerstört, mit Stacheldraht umwickelt oder vergraben.

Die Videokunst ist heute ein anerkannter Teil der Gegenwartskunst. Als Projektion, Objekt oder Installation gleichen die Kunstwerke manchmal sogar Skulpturen. Die Videokunst kann viele Formen annehmen: erzählerisch, dokumentarisch, poetisch oder als computergestützte Animation, begegnet sie dem Betrachter.

 

Und hier findet ihr Beipiele zur Videokunst:

Wolf Vostell, Sun in your head, 1963

www.youtube.com/watch?v=zkDSJOmMgQE

 

Nam June Paik

www.youtube.com/watch?v=nc1levEuytA

 

Autorin: Britta Bley