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Lichtkunst

Die Lichtkunst als eigene Kunstrichtung entwickelte sich bereits im frühen 20. Jahrhundert, fand aber erst in der zweiten Hälfte größere Beachtung. Heute ist sie allgemein anerkannt. Die Künstler beschäftigen sich mit Licht, natürlich oder künstlich und deren Möglichkeiten.

Die Anfänge der Lichtkunst gehen auf die Werbung zurück. Geschäfte und Kaufhäuser beleuchteten ihre Fassaden und Schaufenster Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts. Das zog Menschen an und begeisterte Künstler, die das künstliche Licht, häufig zusammen mit der Kinetik (»Bewegungskunst«) verwendeten. Die ersten Erfolge erzielte die Lichtkunst in den 1960er Jahren, wo Elektrizität praktisch überall verfügbar war. So arbeitete die Künstlergruppe »Zero« mit Licht und entwickelte Materialien, auf denen das Licht besonders gut wahrgenommen werden konnte. Verbunden mit der Bewegung des Betrachters vor dem Kunstobjekt oder mittels Motoren veränderte sich das Sehen. Der Betrachter erlebt das, indem der Sehsinn gefordert wird: teils schmerzhaft und doch begeisternd.

Zu den frühen und bedeutendsten Lichtkunstwerken zählt die Arbeit des Bauhauskünstlers László Moholy-Nagy in den 1920-1930er Jahren. Mit dem Licht-Raum Modulator wurde bereits Licht und Bewegung kombiniert. Der Amerikaner Dan Flavin setzte mit seiner »Diagonale der persönlichen Ekstase«, einer 244 cm langen Leuchtstoffröhre, die er am 25. Mai 1963 einschaltete, Maßstäbe. Der minimalistische Umgang mit Licht hatte keine Funktion mehr im Sinne von Raumbeleuchtung eines bestimmten Ortes. Das Licht erhält eine neue Bedeutung. Es modelliert den Raum und wirkt in den Raum, wird selbst skulptural. Heute kennt die Lichtkunst viele Arten, Licht zu gestalten: nur Licht allein, Licht in Architekturen im Sinne einer klassischen Beleuchtung oder als Projektion, die eine enge Verwandtschaft zur Videokunst aufweist.

Im Ruhrgebiet befinden sich viele Werke zur Lichtkunst im öffentlichen Raum. Die Stadt Unna besitzt das weltweit einzige Museum zur Lichtkunst.

 

Moholy-Nagy, Licht-Raum-Modulator

www.youtube.com/watch?v=GkPmyFt_U4E

www.bauhaus-online.de/atlas/werke/licht-raum-modulator

 

Dan Flavin, Diagonale

www.artnet.com/magazineus/reviews/cassidy/cassidy8-4-05_detail.asp?picnum=3themodern.org/collection/diagonal-of-may-25-1963/890

 

Lichtkunst im Ruhrgebiet findet ihr aber auch hier:

Öffentlichen Raum:

Dan Flavin

Günther Dohr

Otto Piene, Geleucht, Moers-Utrup

Mischa Kuball

 

Museen

Internationales Zentrum für Lichtkunst, Unna

 

Autorin: Britta Bley