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Martin Kippenberger

Der Künstler

Martin Kippenberger (*1953 / † 1997) war ein deutscher Künstler, der in den 1980er Jahren durch seine spöttischen Arbeiten die Gesellschaft und die Kunstszene hinterfragte und schockierte. Sein intensives Leben inspirierte ihn zu seinen Werken.

Kippenberger wurde als Sohn eines Bergarbeiters 1953 in Dortmund geboren und studierte Kunst in Hamburg. Nach dem Abbruch des Studiums lebte er in Florenz, reiste durch Europa und die USA.

Mit seiner unangepassten und provokanten Art veränderte er mit der Künstlergruppe der »Neuen Wilden« die Kunstszene der 1980er Jahre. Kippenberger lebte den Widerspruch und gefiel sich in dieser Rolle. Designeranzüge und gutes Essen gehörten ebenso dazu wie das Managen eines Punk-Clubs, Drogen und übermäßiger Alkoholkonsum. Er starb im Alter von 44 Jahren in Wien.

Kippenberger beschäftigete sich mit der Rolle des Künstler in der Gesellschaft, stellte die Traditionen der Kunstgeschichte und des Kunstbetriebs in Frage. Damit griff er Themen auf, die schon die Dadaisten zum Beginn des 20. Jahrhundert umsetzten. Kippenberger wird deshalb auch als Neo-Dadaist bezeichnet. Selbstironie und Selbstinszenierung, Humor, Punk und die Verachtung des Kunstmarktes, zu dem er dennoch gehörte, kennzeichnen seine Werke. 1992 ließ er ein Gemälde malen, das nicht er selbst, sondern ein Kinoplakatmaler malte.

Kippenberger bezog sich auf ein Projekt, das ihn seit 1981 unter dem Serientitel »Lieber Maler male mir« beschäftigte. Der allgemeinen Auffassung, ein Original sei von der Hand des Künstlers auszuführen, widersprach er bewusst. Damit griff er ein klassisches Thema der Kunstgeschichte auf: Was macht den Künstler zum Urheber des Kunstwerkes?

Autorin: Britta Bley

 

Links

www.youtube.com/watch?v=bT1lSZOVQiQ

www.youtube.com/watch?v=vpEbcXVEpFI

www.youtube.com/watch?v=MJxktqTgRlM

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