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1989

Internationale Bauausstellung (IBA)

Ruhrgebiet

Durchführung der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park unter der Geschäftsführung von Karl Ganser (geb. 1937). Die weitreichenden und übergreifenden Ergebnisse dieser 10jährigen „Werkstatt für die Zukunft von Industrieregionen“ liegen zusammengefasst vor in dem „Katalog der Projekte 1999“ der Internationalen Bauausstellung Emscher-Park, (Gelsenkirchen) 1999. Die Kunst wurde mehr und mehr in das Gesamtprojekt,das in der Hauptsache stadtplanerisch, ökonomisch und ökologisch ausgerichtet war, eingebunden, weil sie durch ihr „querdenkerisches“ Handeln und Aufzeigen den strukturellen Wandel der Ruhr-Region sinnlich erfahrbar machen und durch optisch überraschende und außergewöhnliche Zeichen verdeutlichen kann. Besonders wurde eine „Landmarken-Kunst“ über das gesamte Ruhrgebiet verteilt, die nun, neben den individuellen künstlerischen Eigenmerkmalen, besondere Identifikations- und Orientierungsorte bildet.

1989

Bauhütte Zeche Zollverein Schacht XII

Essen

Die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) und die Stadt Essen gründen am 22. September die Bauhütte Zeche Zollverein Schacht XII GmbH, die Sanierung und Neunutzung der Anlagen plant und durchführt.

1992

Ausstellungshallen Zeche Zollverein Schacht XII

Essen

Auf der Zeche Zollverein Schacht XII wird in der Halle 5 eine Installation des Bildhauers Ulrich Rückriem als offizielle Außenstelle der Kasseler documenta 8 eingerichtet. Seit diesem Zeitpunkt ist die Bildende Kunst auf Zollverein fest verankert. Ein Jahr später eröffnet die Ausstellungsgesellschaft für zeitgenössische Kunst, Betreiber sind der Essener Galerist Jochen Krüper und der Sammler Ulrich Ströher, dort die Ausstellungshalle 6 mit großen Installationen von Erich Heerich, Katsuhito Nishikawa und Abraham David Christian.

1992

U-Bahn Station

Gelsenkirchen-Bismarck

Der Künstler Alfred Schmidt (1930-1997), der bis 1975 als erfolgreicher Designer in Düsseldorf lebte, zog in diesem Jahr nach Marl und widmete sich seitdem ganz der Untertagewelt des Bergbaus. Er fuhr an und zeichnete unter Tage die Arbeiter und die Atmosphäre des Bergbaus. 1983 nach Gelsenkirchen umgezogen, begann er 1992 sein größtes Werk: Für die U-Bahn-Station „Zeche Consol“ in Gelsenkirchen-Bismarck entwirft er für die 100m langen Seitenwände eine durchgehende Bildwelt des Alltags in einem Untertage-Streb auf 4 m hohen Emailwände. Er hat die Motive dort unten alle in seinem realistischen Stil selbst gezeichnet und für die Station aufbereitet: „Der Bahnhof ist für mich ein Medium, das Leben der Bergleute zu zeigen… Wer oben herumläuft oder auf die U-Bahn wartet, weiß nicht, dass es unmittelbar unter seinen Füßen in der Tiefe dramatisch zugeht. Das will ich in der U-Bahn-Station zeigen.“ Heute sind diese Bilder fast schon Geschichte.

Unter Tage
1993

Einweihung Neubau Gustav Lübcke-Museum

Hamm

Im September wird der Neubau des Gustav Lübcke-Museums mit 4000 m² Ausstellungsfläche eingeweiht, dem einige Jahre später ein Kinder- und Jugendmuseum angegliedert wird. Der Bestand des Museums zeichnet sich durch seine Breite aus: Ausgehend von der ägyptischen Kunst führt sie über die Antike zum Mittelalter, zu einer umfangreichen Kultur- und Kunstgewerblichen Abteilung sowie einer vom Mittelalter bis zur heutigen Kunst führenden Abteilung von Gemälden, Grafiken und Münzen.

Gustav Luebecke Museum Außenansicht Gustav-Lübcke-Museum, Foto: Gustav-Lübcke-Museum
1993

Gründung des Fördervereins Unser Fritz 2/3

Herne

als eingetragener Verein und Kunstverein und Übernahme der Ausstellungstätigkeit und Gesamtorganisation auf der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3.

1994

Umzug des Kunstmuseums

Mülheim an der Ruhr

In die Alte Post (historischer Bau aus dem Jahr 1898), die seit 1984 umgebaut wurde und die unmittelbar an der von Otto Herbert Hajek 1977 eingeweihten farbigen Platzgestaltung (ehemaliger Viktoriaplatz, heute Synagogenplatz) mit Stadtzeichen und Brunnen liegt.

Kunstmuseum Mülheim Außenansicht Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
1994

Gründung der ‚Gasometer Oberhausen GmbH‘,

Oberhausen

die die Organisation der Ausstellungen und die Verwaltung des zur Ausstellungshalle umgebauten Gasometer Oberhausen (Baujahr 1928/1929) übernimmt. Das 117,5 m hohe und 68 m ø betragende Stahlbauwerk des Scheibengasbehälters ist Europas größter Gasometer und nun ein beeindruckendes, Atem beraubendes Raumerlebnis.

 

Die Internationale Bauausstellung Emscher Park machte es möglich, dass hier eine in die Landschaft hinein wirkende riesige Landmarke und gleichzeitig ein einmaliger Ausstellungsraum (Ausstellungsfläche ca. 6000 m² auf zwei Ebenen) entstand. 1994/95 wurde die erste Ausstellung „Feuer & Flamme. 200 Jahre Ruhrgebiet“, ein erstaunlicher Publikumserfolg mit 190 000 Besuchern im Jahr 1994 und 270 000 im Jahr 1995. 1996 folgte die erste große thematische Kunstausstellung im Gasometer „ICH PHOENIX – ein Kunstereignis“. Seitdem ist der Gasometer einer der Orte im Ruhrgebiet mit dem spektakulärsten Ausstellungsprogramm.
 

Gasometer Oberhausen Fotograf Wolfgang Volz
1995

Einweihung des „Tetraeders“

Bottrop

auf der Halde Beckstraße in Bottrop als 50 m hohe, in der Nacht als leuchtendes Zeichen wahrnehmbare Landmarke. Entworfen und gebaut durch den Darmstädter Architekten und Stadtplaners Wolfgang Christ (geb. 1951) und mit einem durch den Düsseldorfer Licht-Künstler Jürgen LIT Fischer (1941-2005) versehenen Super(Licht)-Zeichen ausgestatteten „neuen Feuer über der Ruhr“.

Wolfgang Christ, Tetraeder, 1995, Fotograf Dieter Golland Foto: Dieter Golland
1997

Installation „kunstklangraum Zeche Nordstern“

Gelsenkirchen

In einem 1927 von den Architekten Fritz Schupp (1896-1974) und Martin Kremmer (1884-1945) erbauten Kohlebunker und der in den 60er Jahre ergänzten 170 m langen Bandbrücke sowie der dazugehörigen Kohlemischanlage der Zeche Nordstern installierten der israelische Künstler Dani Karavan (geb. 1930) und der Komponist Hans Ulrich Humpert (1940-2010) die gemeinsame Installation „kunstklangraum Zeche Nordstern“. Die raumgreifende Arbeit war durch die IBA Emscher-Park initiiert und durch die Bundesgartenschau Gelsenkirchen beauftragt worden. Sie besteht aus der fünfteiligen Komposition Humperts „Von den Steinen, die brennen“ und dem Environment des Israelis „Mimaamakim“ (Aus der Tiefe) und führt durch zwölf Räume der Anlage.

1997

Bramme für das Ruhrgebiet

Essen

Auf der Schurenbachhalde an der Grenze von Essen und Gelsenkirchen wird die „Bramme für das Ruhrgebiet“ von Richard Serra eingeweiht. Auf dem von dem amerikanischen Künstler selbst überformten Haldenkörper, in der Mitte der ovalen Senke des Gipfelplateaus aus dunklem bis schwarzen Gestein tief aus der Erde hat er eine 420 cm breite, 13,5 cm dicke und 1450 cm hohe Stahlplatte von 70 t Gewicht leicht schräg ( 3 Grad von N nach S) implantiert, die weit in die Region hinein sichtbar ist. Steht man jedoch unmittelbar an der Skulptur, scheint man von der ganzen ‚unteren‘ Welt abgeschnitten zu sein. „Hier spürt man den Atem, ja den Pulsschlag des Ruhrgebiets, im Bewusstsein des Materials, auf dem man steht, empfindet man seine Geschichte.“ (Alexander von Berswordt-Wallrabe)

Ramme Fotograf Dieter Golland Foto: Dieter Golland
1997

red dot design museum

Essen

Das „red dot design museum“ im Design Zentrum Nordrhein-Westfalen wird im Kesselhaus der Zeche Zollverein Schacht XII beheimatet. Der englische Star-Architekt Sir Norman Foster baut die Hallen zur musealen Nutzung um. Es entstanden 4000 m² Ausstellungsfläche für über 2000 Exponate. Damit ist es eines der größten Design-Museen in Europa, das u.a. auch durch seine zahlreichen Wettbewerbe und Preise in aller Welt bekannt ist.

Red Dot Design Museum © Red Dot Design Museum
1998

Bühne für die Kunst der Sammlung Ludwig

Oberhausen

Bauliche und inhaltliche Neukonzeption der Städtischen Galerie zur Ludwiggalerie Schloss Oberhausen als „Bühne für die Kunst der Sammlung Ludwig“. Als weiterer Schwerpunkt des „Museums auf Zeit“ ohne eigene Sammlung gilt den künstlerischen Landmarken des Ruhrgebiets und ihrer Darstellung als Zeichen des industriellen Strukturwandels im Ruhrgebiet.

Ludwiggaleie Schloss Oberhausen Außenansicht, Foto: LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen
1998

Stiftung Zollverein

Essen

Die ‚Stiftung Zollverein‘ wird zur Realisierung der Ziele eines Zentrums für Kunst und Kultur gegründet. Seit 1989 hat die Internationale Bauausstellung Emscher Park (IBA) auf dieses Ziel hingearbeitet und Zollverein Schacht XII saniert. Seitdem wurde der Standort zu einem Ort der Kreativwirtschaft und der Künste entwickelt, an dem mit dem Design-Museum und dem Ruhr Museum zwei zentrale Institutionen des Ruhrgebiets ihren Sitz gefunden haben.

1998

Museum des Hagener Impulses

Hagen

Der von Henry van de Velde erbaute Hohenhof (1906-1908) wird im Mai als „Museum des Hagener Impulses“ neu eröffnet und den Ankerpunkten der Route der Industriekultur des Ruhrgebiets hinzugefügt.

Ferdinand Hodler Ferdinand Hodler VG BILD-KUNST, Bonn, 2014 Foto: Willy Moll, Hagen
1999

„MKM Museum Küppersmühle für moderne Kunst“

Duisburg

wird in dem von den Architekten Herzog und de Meuron umgebauten Industriedenkmal Küppersmühle im Duisburger Innenhafen gegründet. Es zeigt eine der umfangreichsten privaten Kunstsammlungen deutscher Kunst nach dem 2. Weltkrieg, die dem Sammlerehepaar Sylvia und Ulrich Ströher gehört, und die sich im Jahr 2005 mit der Sammlung von Hans Grothe fusionierte.

2000

Umwandlung des Städtischen Lehmbruck Museums

Duisurg

in die „Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum – Zentrum Internationaler Skulptur“ als führende Sammlung für moderne Skulptur in Europa unter dem Direktor Christoph Brockhaus (geb. 1944).

2001

Eröffnung des Zentrums für Internationale Lichtkunst Unna

Unna

das auf Anregung des IBA-Geschäftsführers Karl Ganser (geb. 1937) und des künstlerischen Konzepts (1998) von Uwe Rüth (geb. 1942) in den Kühlkellern der stillgelegten Lindenbrauerei als erstes Museum für Lichtkunst in Deutschland entstand. In den seit ca. 1860 gebauten Kellerräumen findet man eigens hierfür erarbeitete Lichtinstallationen der führenden Lichtkünstler der letzten Jahrzehnte in einem eigenen Raum: James Turrell, Keith Sonnier, Christian Boltansky, François Morellet, Mischa Kuball, Mario Merz, Joseph Kosuth, Jan van Munster, Christina Kubisch, Olafur Eliasson, Rebecca Horn. Ziel des Museums ist es, ein Zentrum für alle Fragen des Lichts und der Lichtkunst zu werden.

Zentrum für Internationale Lichtkunst entrum für Internationale Lichtkunst Unna, Keith Sonnier „Tunnel of Tears“ Foto: Frank Vinken © VG BILD-KUNST, Bonn 2014
2001

Kokerei Zollverein

Essen

In diesem Jahr wurde ein auf fünf Jahre angelegtes Kunstprojekt unter dem Namen „Zeitgenössische Kunst und Kritik“ in der Kokerei der Zeche Zollverein in Essen begonnen. Träger dieses Unternehmens war die „Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur“ in Dortmund in Zusammenarbeit mit der „Entwicklungsgesellschaft Zollverein“ („EGZ“) und deren Geschäftsführer Wolfgang Roters, die „Projekt Ruhr GmbH“ und die Stadt Essen. Die Initiatoren des progressiven Projektes, Florian Waldvogel (geb. 1969) und Marius Babias (geb. 1962), stellten das Projekt in die Reihe der seit dem 19. Jahrhundert immer wieder unternommenen Versuche, Kunst und Leben miteinander zu verbinden. Sie erinnerten an den Hagener Impuls von Karl Ernst Osthaus (1874-1921), um „durch Kunst und Kultur“ einen „humaneren Lebensraum für Menschen in dem durch schwerindustrielle Arbeit geprägten Ruhrgebiet“ zu schaffen. Es war beabsichtigt, durch jährlich wechselnde Themen mit Hilfe zeitgenössischer Kunst, Kritik und Kommunikation den Strukturwandel des Ruhrgebiets zu beeinflussen. Drei Projekte in den Jahren 2001 bis 2003 wurden durchgeführt: „Arbeit Essen Angst“ (2001), „Campus“ (2002) und „Die Offene Stadt: Anwendungsmodelle“ (2003). Für jeden überraschend und nur schlecht nachvollziehbar wurde das Projekt am 31. 12. 2004 vom Träger aufgekündigt. Neben den interdisziplinären, sozial engagierten Präsentationen und Veranstaltungen in ihren Publikationen bleibt vor allem als optisches und soziales Relikt dieser Unternehmung das „Werksschwimmbad“ (erbaut 2001) von Dirk Paschke (geb. 1965) und Daniel Milohnic (geb. 1969) von der Künstlergruppe „Phantombüro“ als sommerlicher Erholungsort im Industriegelände.

Werksschwimmbad
2001

Schachtanlagen und Kokerei Zollverein UNESCO Kulturerbe

Essen

Im Dezember werden die Schachtanlagen Zollverein XII und 1/2/8 sowie die Kokerei Zollverein von der UNESCO zum Kulturerbe der Menschheit ernannt.

Zeche Zollverein XII © Frank Vinken / Stiftung Zollverein
2001

Großinstallation "Palace of Projects"

Essen

Am 30. Juni Eröffnung der Großinstallation „Palace of Projects“ von Emilia (geb. 1945) und Ilya Kabakov (geb. 1933) als permanenter Ausstellungsort im Salzlager auf der Kokerei Zollverein, das durch den Essener Architekten Heinrich Böll (geb. 1940) in enger Absprache mit den Künstlern zur Aufnahme der Installation umgebaut wurde. Die spiralförmige, transparente Konstruktion des Werkes, an eine übergroße chinesische Laterne erinnernd, assoziiert in seiner utopischen Form sowohl das „Monument der III. Internationalen“ (1919/1920) von Wladimir Tatlin (1885-1953) wie auch den Turm von Babylon, wie er auf einigen Renaissance-Gemälden wiedergegeben wird. Im Inneren werden 65 utopische Modelle von Kabakovs Projekten vorgestellt. Nach Ausstellungen des ‚Palace of Projects‘ in London, Madrid und New York (1998/1999) kam das Werk durch Ankauf des Landes Nordrhein-Westfalen unter der Trägerschaft der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur nach Essen.

Palace of Projects © Frank Vinken / Stiftung Zollverein
2002

Gründung des Deutschen Klangkunst Preises

Marl

als erster Klangkunst-Preis in Deutschland durch das Skulpturenmuseum Glaskasten Marl und den WDR 3 Hörfunk.

2002

Gesamte Zeche Zollverein Weltkulturerbe

Essen

Im Dezember wird die gesamte Zeche Zollverein mit der Kokerei von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

2008

Die Stiftung Zollverein wird Trägerin des Welterbes Zollverein,

Essen

der mit 100 ha die Bereiche von Schacht XII, Schacht 1/2/8 und die Kokerei angehören und das damit das größte Industriedenkmal Europas ist. Es beherbergt neben wichtigen Kulturinstitutionen (Ruhr-Museum, Red Dot Design Museum, Ausstellungsort Ilya und Emilia Kabakov „Palace of Projects“, PACT Zollverein – Choreographisches Zentrum NRW, Kunstschacht Zollverein – Thomas Rother u.a.) 39 Unternehmen der Kreativwirtschaft mit ca. 950 Beschäftigten.

2009

Eröffnung des „Museums DKM“

Duisburg

der gleichnamigen Stiftung (Stiftung DKM Dirk Krämer und Klaus Maas, 1998 gegründet), das „qualitativ hochrangige Positionen bildender Kunst ohne zeitliche und kulturelle Beschränkungen“ zeigt.

2009

Eröffnung Emil Schumacher Museum

Hagen

Im Vorfeld des Kulturhauptstadt-Jahres 2010 wird das Emil Schumacher Museum eröffnet. Der Bestand ist eine Stiftung des Sohnes von Emil Schumacher, Ulrich Schumacher, aus dem Nachlass des in Hagen geborenen Künstlers.

Emil Schumacher Emil Schumacher: Palmarum, 1991, Öl auf Leinwand, 205 x 370 cm, Emil Schumacher Stiftung, Hagen. © VG Bild-Kunst, Bonn 2014.
2009

Ausstellung „Industrial Land Art im Ruhrland“ in drei Teilen:

Ahlen/Herne/Marl

„50 Jahre Künstlerische Gestaltung“ im Skulpturenmuseum Glaskasten Marl, „Die Künstlergruppe ‚B1‘ und ihre Folgen“ im Kunstmuseum und Kunstverein Ahlen und „gRenzüberschreitung 2“ auf der Künstlerzeche ‚Unser Fritz 2/3' in Herne. Es wurde der Versuch unternommen, die entscheidenden künstlerischen und organisatorischen Aktionen zur ästhetischen Neuorientierung des Ruhrgebietes nach 1945 zusammenzufassen. Kuratoren: Burkhard Leismann und Uwe Rüth

Industrial Land Art Katalog Industrial Land Art
2009

Dauerausstellung Ruhr Museum

Essen

Eröffnung der Dauerausstellung des Ruhr Museums auf dem Gebiet des Welterbes Zollverein als Museum für das Ruhrgebiet.

Ruhrmuseum © Frank Vinken / Stiftung Zollverein
2010

"RUHR 2010"

Ruhrgebiet

Essen und das Ruhrgebiet sind die Kulturhauptstadt Europas. Die 53 Städte des Ruhrgebiets zeigen ihre kulturellen Möglichkeiten. Aufbruch zur Metropole Ruhr durch ein Jahr gemeinsamer Anstrengung: „Kultur und Kreativität als Branche der Zukunft“. Zusammenfassung aller Projekte und Resümee des Jahres in: „RUHR.2010 – Die unmögliche Kulturhauptstadt. Chronik einer Metropole im Werden“, Essen 2011.

 

Innerhalb des Kulturhauptstadtjahres wurden verschiedene Großprojekte der Bildenden Kunst durchgeführt. So z.B.:

1.)  „Emscherkunst. 2010 – Eine Insel für die Kunst“, kuratiert von Florian Matzner.
2.) „Das Ruhr-Atoll. Kunst, Wissenschaft, Energie. Ein Archipel der Künste und Wissenschaften auf dem Baldeneysee“, kuratiert von Norbert Bauer
3.) „B1 / A 40 – Die Schönheit der großen Straße“ organisiert von MAP Markus Ambach Projekte. Eine auf den Gedanken der B 1-Gruppe von 1969 aufbauende, in den folgenden Jahren  nach 2010 durch die Organisation ‚Urbane Künste Ruhr‘ fortgesetzte Kunstinitiative.

Ruhr 2010 © Frank Vinken / Stiftung Zollverein
2010

Zusammenschluss der 20 Ruhrgebietsmuseen

Ruhrgebiet

für moderne und zeitgenössische Kunst zur kooperativen Vereinigung. Herausgabe eines gemeinsamen Kataloges unter dem Titel „Ruhr Kunst Museen – Die Sammlung“. Der Zusammenschluss soll zu einer langfristigen Kooperation in Ausstellungsprojekten, Werbung und weiteren gemeinsamen Aktionen führen und die Nachhaltigkeit des Kulturhauptstadtjahres unter Beweis stellen.

2010

Umzug des Museums am Ostwall

Dortmund

in das Dortmunder U unter dem neuen Namen „Museum Ostwall im Dortmunder U“. Das alte Brauhaus der Dortmunder Union Brauerei (errichtet 1926/27) wurde zu einem Zentrum für Kunst, Forschung, kulturelle Bildung und Kreativität umgebaut und in die 4. und 5. Etage zog das Museum ein (6. Etage: Raum für Wechselausstellungen) und präsentiert seitdem seine Sammlung unter dem Slogan „Das Museum als Kraftwerk“ (Alexander Dorner). Außerdem beherbergt das ‚Dortmunder U‘ seit diesem Zeitpunkt weitere Institutionen von Kunst, Wissenschaft, Bildung Forschung und Kreativität: so den Hartware MedienKunstVerein, die U2_Kulturelle Bildung, das european centre for creative economy (ecce), den Verein Kino im U e.V.

2010

Umzug Deutsches Plakat Museum

Essen

Umzug des Deutschen Plakat Museums ins erweiterte Folkwang Museum.