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12. Dezember 2018 - von Claudia Posca

Wie ein Geschenk

Alle Jahr wieder. Was ich immer schon mal fragen wollte: Wie eigentlich halten Sie`s mit Weihnachtsgeschenken? Vielleicht so: Idee gehabt, flott eingekauft? Oder vielleicht so: Hin und her und her und hin überlegt, Lösung nicht in Sicht?   Willkommen im Club. Alle Jahre wieder, ist wieder da. „Advent, Advent, die Zeit rennt…“ hab` ich eben noch im Newsletter der Metropole Ruhr gelesen.

Nur: Wie ist das eine einzige Präsent zu finden, das auf keinen Fall Kunstbuch, Bildband, Musik-CD, Strumpf oder halbleinenes Grubentuch in der Einheitsgröße 50 x 100 Zentimeter, trocknergeeignet, sein soll? Das aber doch authentisch ein Stückchen Revier zu vermitteln hat, also bevorzugt gefunden werden muss in der Metropolregion Ruhr mit ihren 53 Städten, in denen auf 4.400 Quadratkilometern über 5 Millionen Menschen leben, es 155.000 Unternehmen gibt, die einen Jahresumsatz von 338 Milliarden Euro erwirtschaften. Und wo laut Regionalverband Ruhr (RVR) „die Kaufkraft pro Einwohner höher ist als in Berlin.“

Tja, was nun? Augen zu und durch? ´The same procedure as every year`? Weil`s stimmt, dass, wer die Wahl hat, hat die Qual? Besonders in einer Mega-City, dieein Geschenk voller Geschenke ist? Und Ihnen und mir die süße Last mit der Lust schönster Präsente-Suche beschert?  

„Rock around the clock“ kriegt da nochmal `ne ganz andere Färbung, so mittemang man unterwegs ist im Stadt-Zeit-Dschungel fürs ultimative Weihnachtsgeschenk. Vier Stunden sind da nix beim Shoppen. Nur zu, probieren Sie`s aus: Flanieren, gucken wasset so gibt in Bochum, Essen, Hattingen, Witten, Hagen, Dortmund, Gelsenkirchen, Herne. Von wegen: Suchst Du noch oder findest Du schon? Harter Sport ist das, Kilometer macht man, ganze Einkaufsmeilen.

Und dann passiert das, womit weder Sie noch ich im Rummel haben rechnen können: Nicht quadratisch, aber praktisch gut, im kleinen Schwatten kommt die mögliche Weihnachtsgabe 2018 daher. Seit dem 4. Dezember ist sie im Angebot, ist federleicht von umwerfender Gravität. Man hat schon berichtet, dass sie von überregionaler Strahlkraft ist, gar magnetisierend auf Binnen- und Außentourismus beim Stadt-zu-Stadt-Hopping wirkt.

Gestatten und ab sofort on demand: die RuhrKultur.Card.

Was eine Jahres-Rabattkarte für Kultur im Ruhrland ist, die es in sich hat. Auch weil sie - ich will`s nicht beschwören, aber weissagen macht Spaß - eine identitätsstiftende Erfolgsstory in der Nachhaltigkeit von Kulturhauptstadt Ruhr 2010 ist. Und weil sie sich, prallvoll mit fabelhaften Ermäßigungen, garantiert lohnt, so man denn den jeweiligen Gratiseintritt in 20 RuhrKunstMuseen nutzt, die 50%-Rabattkarte für 11 Theater jeweils einmalig einlöst und je ein Vorstellungsticket zum halben Preis für die Festivals RuhrTriennale, Internationale Kurzfilmtage Oberhausen und Ruhrfestspiele Recklinghausen bucht. Was summa summarum teure 45 Euro auf den ersten Blick sind, die sich beim zweiten Blick allerdings als Super-Günstig-Offerte für Hochkarätiges entpuppen. Spartenübergreifend. Kulturvernetzend. Neugier genügt.

Da fragt man sich: Wo hat das geniale Kärtchen bloß die letzten Jahre gesteckt? Wo`s doch im Kulturhauptstadtjahr 2010 schon angedacht war, der familienorientierten, höchst erfolgreichen RuhrTop.Card eine kulturelle Schwestercard an die Seite zu stellen?

So oder so und überhaupt: Gut Ding braucht Weile, auf dass stimmt: Was lange währt, wird endlich gut. Die 20 RuhrKunstMuseen machten es vor. Jetzt ziehen Schauspielhaus und Theater mit. Die Konzerthäuser des Reviers arbeiten noch dran, sind aber aller Voraussicht nach bei kommenden Ausgaben mit im Boot. Ab dem 1. Januar 2019 gilt die KulturRuhr.Card ein Jahr lang bis zum 31. Dezember 2019. Chapeau schon mal jetzt für die konzertierte Aktion im Scheckkarten-Rabattformat. 

Der Begleitband zur RuhrKultur.Card. Foto: © studio 38/RuhrTourismus GmbH Dass die RuhrKultur.Card kam, hat auch mit dem Monopoly der Finanzen zu tun. So fließen aus dem Fördertopf des Landes 1,9 Millionen Euro für die touristische Erschließung des Reviers, wovon die RuhrTourismus GmbH Anteiliges in die RuhrKultur.Card gesteckt hat. Zwei Jahre Vorbereitung und das „Zusammenrotten“ von Theater- und Museumsmenschen hat`s dann gedauert, - jetzt glänzt das multitalentierte Vorzeigeprojekt gelingender Institutionen-Kooperation in einer Region, die sich vor nicht allzu langer Zeit noch gegenseitig die „Leuchtturm-Projekte“ um die Ohren haute. Heute lacht man drüber, praktiziert den vorbildlichen Schulterschluss mit Empathie für den Guck übern Tellerrand in Nachbars Stadt. Jaja, das Rudeln rockt, sein Groove geht durchs Revier. Breitenwirksam. Und ungefähr so, wie es sich wohl Max Beckmann (1884-1950) gewünscht hätte: „Kunst kann nicht gelehrt werden – aber der Weg zur Kunst kann gelebt werden.“ 

Die RuhrKultur.Card als famoser Schnupperkurs? Für Teilhabe am kulturellen Strukturwandel? 

Ja sicher doch! Das ist ein bester, funkelnder Zukunftsjoker. Und der ist beim RuhrKultur.Card-Kauf übrigens noch mit der exklusiven Gratis-Dreingabe eines RuhrKultur.Guides ausgestattet. Selbst gestandenen Ruhris kann das Büchlein im Pocketformat noch wenig bekannte Winkel vom denkmalgeschützten Bergmanns-Kiosk in Dortmund, Hoher Wall 36, bis zum gemütlichen Wohnzimmeratmosphären-Café „Fräulein Mayer“ in Witten entdecken: „Der Reiseführer bietet neben Informationen zu den teilnehmenden RuhrKunstMuseen, RuhrBühnen und Kulturfestivals für jede Stadt, in der RuhrKultur.Card-Partner angesiedelt sind, weitere Empfehlungen in den Kategorien „sehenswert“, „essen & trinken“, „übernachten“ und „auch schön“, die Kulturausflüge in der Metropole Ruhr abrunden. Zusätzlich verraten Insider aus dem Kulturbereich ihre persönlichen Hotspots und Geheimtipps.“

Was ein hübscher Deal ist, mit dem sich wunderbar durchs Revier flottieren lässt. Herrlich optional, fantastisch selbstbestimmt. Ein Geschenk? Ein Geschenk! 

Also: Auf die Karte, fertig, los! Es wird grandios.


RuhrKultur.Card

Bildrechte: © studio38/RuhrTourismus GmbH

Wie ein Geschenk